Freitag, 15. April 2011

31.03. - 13.04. Cairns Richtung Brisbane die Küste entlang

Ich hatte mich dafür entschieden, mit Resi und Annika weiterzureisen. Diese hatten die Schweizerin Alena kennengelernt, die uns im gemieteten Campervan mitnahm. Nur Mädels? Na, da bin ich ja mal gespannt ;)

31.03.-2.04.
Erster Stop war in Kuranda bei den Barron Falls:
 

Tully
Tully ist der feuchteste Ort Australiens. Und bekloppterer Weise wird mit dem "Big Gumboot" dem vielen Niederschlag gehuldigt:
"Big Gumboot" - Riesengummistiefel
Hier ist nichts los! Langweilig!
in Queensland wird viel Zuckerrohr angebaut - Zuckerrohrfabrik

Mission Beach
Auch hier etwas wüste Umgebung durch den Zyklon "Yasni".
Leider ging es uns auf unserer Tour oft so, dass wir manche schöne Gegenden ein wenig anders auffanden oder manche Attraktionen erst gar nicht betreten durften.


Little Crystal Creek im Paluma Range National Park
Traumhafte Badestelle mitten im Regenwald. Leider nur etwas regnerisch und kalt zum Baden...blödes Wetter :(


Townsville 
Hier genossen wir mal ein wenig das Nachtleben ;)

02.-05.04. Airley Beach


Die Mädels wollten gern einen zwei-Tages-Segelturn zu den Whitsundays machen. So verbrachten wir die ersten beiden Tage damit, auf gescheites Wetter zu warten und zu hoffen, dass das Segelschiff wirklich ablegte. Als abzusehen war, dass wir keine Chance hatten, dem Regen zu entkommen, mussten wir das Beste aus dem Regen machen: Eine Raftingtour zu den Whitsundays...yeah!
Damit man wegen dem Regen
auch was sehen konnte, gabs Taucherbrillen
Einer unserer Guides,
der es ein wenig auf Resi abgesehen hatte :D

Die Whitsunday ist die größte und bekannteste Insel der Whitsundays-Gruppe und Heimat des Whitehaven Beach, dem schönesten tropischen Strand Australiens.
Bei uns sah dieser zwar wegen dem Regen nicht so schön aus wie im Lonely Planet beschrieben, aber es war lustig und ein absolutes Abenteuer!

Weg zum Lookout, natuerlich im Regen!
"Ah, das Wetter macht einen verrueckt!"

Die Wellen waren um die 2-3 Meter hoch und wir sind nur so durchs Meer geflogen, zum Nachteil von Alena, die sich übergeben musste.

Das Buffet am Mittag war richtig lecker..Zähneputzen konnte man sich dann mit dem Sand, was ein Franzose auch wirklich tat...die Franzosen wieder :)


Nach dem Mittagessen wurde fleissig beim Great Barrier Reef geschnorchelt, man musste nur ein wenig aufpassen, dass man nicht wegtreibt.
 

Auf der Rueckfahrt gings fuer resi und mich in die ersten Reihen, um noch mehr Wellenspass zu haben...Autsch!



Wieder zurück gabs erstmal eine kalte Dusche, die bei dem Mistwetter echt Überwindung gekostet hatte.
Dann gings weiter...oder auch nicht: Annika hatte das Licht angelassen und wir kamen nicht mehr vom Fleck.

Gleich mal den netten Engländer um die Ecke gefragt :), aber leider konnte auch der uns nicht helfen, die Batterie wollte einfach nicht mehr. 2 Stunden später konnte es dank Motorservice wieder weitergehen. Nun war es aber zu dunkel und bei dem Regen weiterzufahren wegen der vielen Schlagloecher zu gefährlich.
Wir verbrachten den Abend beim Engländer im Van. Er wurde bei der Hilfsaktion pitschnass und hatte sich ein Bier verdient. Er war schon 14 Monate in Australien und momentan auf der Suche nach einem Job auf einem der Boote...hört sich gut an, hoffen wir nur, dass das Wetter bald wieder schoen ist!

05.04.-09.04.
"Und hier soll noch ein superschönes Plätzchen sein und dieser Wasserfall ist auch superschön!" So kam Annika aus einem Informationszentrum zurück. Ich hatte in den letzten Tagen so viele Wasserfälle gesehen, dass ich sie kaum noch sehen konnte. Ich hatte ein wenig Angst, dass wir vor lauter Wasserfällen gar nicht mehr ankommen :D


Eugella National Park
Ein Wasserfall :) und um dahin zu kommen, mussten wir ewig weit laufen und überflutete Straßen überqueren.


Zum Lohn gings dann aber in der Dämmerung Schnabeltiere gucken :)

Geschlafen wurde direkt neben den Toiletten beim Informationszentrum...diese sahen plötzlich aber so aus:

Ihr glaubt nicht, wie ich mich beim heben des Klodeckels erschreckt habe!

Yeppon | Emupark
Über Mackey gings Richtung Rockhampton nach Yeppon. Heute waren wir mal wieder etwas unglücklich. Zum tollen Wildcampingplatz konnten wir wegen der kaputten Straßen nicht fahren, der Eintritt in einem kleinen Zoo war uns zu teuer und einen richtig schönen Strand haben wir auch nicht gefunden.
Im Emu-Park fanden wir dann wenigstens ein singendes Schiff :)

Zu Ehren Captain James Cook

Rockhampton
"Rocky" hat von den ganzen Stürmen besonders viel abbekommen. Wir waren zum Beispiel in einem Golfclub, der noch vor einigen Wochen komplett unter Wasser stand.

Wir fanden einen schönen Spielplätzen mit BBQ-Areas und verbrachten dort die Nacht, um dann am Morgen ausgeschlafen für einen Zoo zu sein :)
Die Frau im Infozentrum riet uns, nicht dorthin zu gehen. Durch die ganzen Stürme seien die Gehege zerstört und viele Vögel gekommen, die nun alles "vollkacken" würden.

Wir probierten es trotzdem, viele Gehege waren wirklich zerstört, aber die Vögel blieben aus...und es gab Wombats und Koalas :)

Wombats
Koalas

Agnes Water und Town of 1770
Hier steppt der Bär! Das Küstenörtchen Agnes Water hat nur um die 1600 Einwohner, dafür aber einen richtig schönen Strand.

Das "Town of 1770" hat seinen Namen daher, weil 1770 hier eine britische Flotte landete. Beim "Town" hat es mit seinen 56 Einwohnern wohl ein wenig übertrieben!

Aussichtspunkt Town 1770
Bundaberg
Bis auf die Rum-Distillerie nicht spektakulär

09.-12.04. Hervey Bay
Wir kamen spät am Abend an und machten BBQ auf der Esplanade...mit Crepes und Fleisch!



Am nächsten Tag buchten die Mädels ihren 3 Tages Trip zu Fraser Island, für mich gabs nur eine Tagestour zwecks Zeitmangel...Ich wollte bei einem netten älterem Mann buchen, bei dem ich sogar mein Gepäck während der Tour lassen konnte. Dann wurde noch ein kleiner Strandspaziergang gemacht:

 

Dieser Abend war mein letzter mit den Mädels und wir machten noch einmal Resteessen und wieder Crepes, die heute erheblich besser funktionierten!
Und dieses kleine Possum war unser Tischnachbar :)


11.04. Fraser Explorer Tagestour
Ich brachte am Morgen meinen Backpack zum Hotel zu dem Mann, wo ich gebucht hatte. Und plötzlich steht genau dieser nackt vor mir! Es war zwar früh und seine Wohnung war direkt neben dem Buchungsbüro, aber Hallooo? Verlegen packte ich den Backback in die Ecke, nahm meine Buchungsemail und machte mich auf zum Bus...mein armer Backback, hoffentlich geht das gut!

Schon im Bus lernte ich ein indisches Mädchen aus London kennen, die auch allein unterwegs war. Sie war echt nett und ich froh, nun nicht die einzige "Einzelperson" an diesem Tag zu sein.

Eine Fähre brachte uns auf die Insel, von aus wir dann mit einem 4Rad-Antrieb-Bus weiterfuhren


Fraser Island enstand durch eine über 800 000 Jahre lange Ansammlung verschiedener Sandschichten. Die Aborigines nennen die Sandinsel "K'Gari", was übersetzt "das Paradies" heißt und das ist es in der Tat!
Die Insel ist dicht mit Regenwald bewachsen, welcher nur von Sand getragen wird!
Trotz Schönheit ist das Paradies auch gefährlich. Im Meer gibt es eine starke Strömung und Haie, auf dem Land laufen Dingos herum. Außerdem darf die Insel nur mit dem Geländewagen betreten werden, hier gibts nur unbefestigte Straßen mit Riesenschlaglöchern...der Highway ist der Strand :)

Die Tour war auf jeden Fall ein Traum und die Insel wirklich ein Paradies! Hier einige der Stops:

kleiner Spaziergang
zum Wanggoolba Creek bei der Central Station
Ueber den 75-Mile-Beach mit unserem "Gelaende"-Bus
Schiffswrack "Maheno"

Dieses Passagierschiff sollte 1935 zu einem Schrottplatz der Japaner gebracht werden, wurde dann aber von einem Zyklonen an die Küste gespült.

die Pinnacles, eine Ansammlung bunter Sandklippen
Die Insel konnte auch mit dem Flieger erkundet werden
Eli Creek, ein kristallklarer Fluss durch Strand und Regenwald


Mein persoenliches Paradies =)
Nach einem riesengroßen Buffet fuhren wir weiter zum letzten Stop, dem "Lake McKenzie" Fraser's schönster Frischwasser See mit kristallklarem Wasser! Ein Traum!

Theresia aus London

Außerdem lernte ich beim Mittagessen zwei Deutsche und einen Engländer kennen. Die drei waren echt gut drauf, manchmal ein wenig bekloppt :) und die Tour machte gleich doppelt so viel Spaß. Am Abend verabredeten wir uns, buchten zusammen ein Hostel und hatten einen ziemlich lustigen Abend an der Esplanade.


Leider fuhren die Jungs in die "falsche" Richtung nach Cairns weiter. Anderenfalls hätte ich mich wohl hinten ans Auto gehangen und wäre einfach mit denen weitergereist. Schade!

Am Morgen buchte ich meinen Bus nach Noosa. Für dieses Ziel entschied ich mich genau 5 Minuten vor Buchung, bis dahin wollte ich noch woanders hin. Das ist aber auch nicht so einfach bei den ganzen vielen Möglichkeiten!
Naja, jetzt freute ich mich auf Noosa.

12.04.-13.04. Noosa
Noosa ist ein hipper Strandort an der Sunshine Coast und hat mir wirklich gut gefallen! Nur die Hostelpreise haben mich ein wenig geschockt! Ich bin in einem YHA gelandet, da wo ich eigentlich wegen den Preisen landen wollte. Leider war der Ort so klein, dass es kaum Hostels gab...nagut...dann eben mal schön 29 Dollar für eine Nacht zahlen...grr

Bin in der wenigen Zeit, die ich hatte viel durch die Straßen gebummelt...und hab mich am Strand einfach nur faul in den Sand gelegt. Schööön!


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