Die günstigste Variante irgendwo zu schlafen ist, wenn man es gleich am Flughafen macht. So hatten wir also vor, eine Nacht Hostel- bzw. Automietungskosten zu sparen und in Alice Springs einfach gleich am Flughafen zu übernachten und dann am Morgen unser Auto am selbigen Platz abzuholen.
Leider war der Flughafen so klein und voller Polizisten, dass wir nun ein großes Problem hatten...wo schlafen?
Letzendlich konnten wir bei Thrifty schon vorher ohne Aufpreis unseren Wagen abholen...nicht ganz unseres Auto: Bis zum nächsten Morgen hatten wir ein super schnittiges und bequemes, bonziges Auto, dass wir dann am nächsten Morgen gegen eine kleine Knutschkugel umtauschen mussten. Die Nacht in dem großen Auto auf einem Parkplatz war gut, bis auf dass uns die vielen Aboriginies in der Gegend ein wenig Angst machten (Haben in kurzer Zeit 3 Festnahmen beobachtet).
Die traditionellen Eigentümer der Outbackstadt Alice Springs sind die Arrernte Aborigines. Mir persönlich sind diese ein wenig unheimlich. Sie wuseln überall herum, gucken einen komisch an und schnorren nach Zigaretten und Alkohol. Sicherlich sind nicht alle so, aber ich hatte einen komischen Eindruck.
In der Gegend rund um den Ulruru und Alice Springs geht es sehr viel um Schöpfungsgeschichte und Aborogini Kunst. Viele Orte haben besondere Bedeutung, sind heilige Stätte und deswegen manchmal sogar nicht betretbar.
Ein bisschen komisch war es, dass es nicht, wie in allen Reiseführern beschrieben, eine rote Gegend war, sondern grün. Durch den vielen regen der letzten Zeit, sag alles rund um den Uluru und Alice grün und bewachsen aus.
Alice Springs wurde vor 135 als einsame Telegraphenstation gegründet. Der Ort hat eine sehr große Bedeutung für Zentralaustralien, da sich hier Institutionen wie die Royal Flying Doctor Service Base (Ein fliegender Doktor) und die School of the Air, eine Schule, die die Kinder im Outback unterrichtet befindet...aber dazu später mehr, erstmal stand bei uns der Uluru auf der Liste, der ca. 450km von Alice entfernt lag. Außerdem sollte ich dort auch das erste Mal meine Eltern treffen, die mittlerweile ihren Urlaub, die bereits schon auf dem Weg nach Perth waren, um nach einem Zwischenstop dann zum Uluru zu fliegen.
18.03.
Die Fahrt mit Milena zum Ulruru-Kata Tjuta National Park war wieder mal sehr lustig. Das ganze fing schon mit unserem Zeitproblem am Morgen an, als wir zu früh vor der Autovermietung standen, da wir nicht wussten, dass wir mal wieder die Uhren umstellen mussten. Natürlich regten wir uns typisch deutsch über die (nichtvorhandene) Unpünktlichkeit der Australier auf :)
Die Fahrt war lang und bis auf einmal Rechtsabbiegen ging es nur geradeaus.
Kurz vor einem Aussichtspunkt schrie Milena plötzlich total auf: "aaaah ist er das!?" ich kann gar nicht sagen, wie ich mich bei dieser Tonlage erschrocken habe :D Sie meinte natürlich den Uluru, der plötzlich hinter dem ganzen grün aufblitze.
Später stellte sich heraus, dass dieses Objekt NICHT der Uluru war, sondern das am häufigsten falsch fotografierte Objekt. Jaja, haben wir natürlich gemerkt...wenn auch erst ein paar Tage später :) Aber zumindest haben wir uns gewundert, dass er "irgendwie anders" aussah.
Gegen späten Nachmittag kamen wir im Nationalpark an und fuhren schnell zum Lookout für die perfekte Sicht bei Sonnenuntergang. Wir breiteten unsere Decke aus, aßen Wraps und machten uns ein bisschen darüber lustig, dass wir den ganzen langen Weg wegen "eines Steines" auf uns genommen hatten.
Wir dachten schon, wir hätten den Sonnenuntergang verpasst, da fing der Stein plötzlich zu leuchten an...Wow...ab da war es für mich kein einfacher Stein mehr und die Reise wegen eines Steines hatte sich gelohnt.
Im Nationalpark durften wir nicht schlafen, also gings in das Nachbardörfchen Yulara, das eigentlich nur aus Hotels bestand...dort schliefen wir auch, direkt vorm Hotel. Eine lange Nacht hatten wir nicht vor uns, wir wollten "den Stein" ja schließlich auch bei Sonnenaufgang beobachten...das hieß 5.15 aufstehen.
19.03.
Wieder mal hatten wir ein Zeitproblem. Wir wachten viel zu spät auf, klappten nur noch unsere Sitzplätze hoch und fuhren in Schlafsachen wieder zum Lookout, um den Sonnenaufgang zu sehen. Es war die falsche Seite für den Sonnenaufgang, aber trotzdem schön!
Danach gings zum geführten Malawalk direkt am Uluru, wo uns ein Guide vieles über die Aborigines, ihre Kunst und ihren Glauben erzählten. Ebenfalls sahen wir einige heilige Stätte von weitem und ein Klassenzimmer, das für mich zum Highlight zählte....Wahnsinn, dass man das heute noch so gut erkennen kann.
Wir verließen unsere Gruppe, um nun den ganzen Rundweg um den Stein in Angriff zu nehmen (ca. 10,5km)...es war echt heiß und da kaum Bäume da standen ein wenig anstrengend.
Als uns ein Guide entgegen kam und meinte, dass ein Teil des Weges voll mit Wasser war und wir unsere Schuhe ausziehen müssten, hielten wir ihn für bekloppt.
So sah das ganze dann aus...der Guide hatte mehr als Recht :)
Der Berg sah von jeder Seite anders aus. Wir genossen den Tag, das Wetter war herrlich warm, der Weg sehr einfach zu gehen und ab und an fand sich ein kleines Bänkchen, wo man sich ausruhen konnte.
Plötzlich wurde der Berg von oben weiß! "Der Berg qualmt!"...REGEN!
Zum Glück konnten wir uns unterstellen und das Spekatakel aus der geringen Ferne beobachten: Das Weiß auf dem Berg wurde immer mehr bis der ganze Berg plötzlich weiß aussah. Kleine und große Wasserfälle kamen den Berg herunter...ein toller Anblick!
Das Dach, wo wir uns unterstellten hielt den Regen kaum noch ab und da er eh langsam weniger wurde, gingen wir weiter. Wir hatten noch ca. 2km vor uns.
Vor uns war alles überflutet und wir standen bis zu den Knien im Wasser. Plötzlich fing es wieder stärker an zu Regen, ... dann donnerte und blitzte es sogar noch. Und wir mitten im Wasser: Hervorragend! Nun hatte ich nicht mehr um unsere Kameras im Rucksack Angst, sondern um uns!
Alles um uns herum war voller Wasser und wir rannten nur noch. Ca. 30min später kamen wir völligst durchnässt am Auto an. Alles war überflutet, die Straßen, die Wege, so ziemlich alles....nix mit trockener Gegend hier!
Wir fuhren zum Kulturzentrum und trockneten uns! Gleich mit getrocknet wurde der gesamte Inhalt des Rucksackes inklusive Milenas Portmonee...Führerschein, Ausweise usw....grrr, blödes Wetter :(
Im Kulturzentrum gab es das "Book of Sorry", ein dickes Buch, wo sich Menschen aus aller Welt dafür entschuldigten, Steine vom Uluru als Andenken mitgenommen zu haben. Seit dem seien sie von Unglück verfolgt und schicken nun ihre Steine wieder zurück mit der Bitte um Verzeihung.
Das Buch ist voll von Postkarten und Briefen...da bekommt man richtig Angst!
Genauso ist es mit dem Besteigen des Ulurus, das ist eigentlich auch gegen die Kultur der Aborigines. Und warum ist der Zugang trotzdem möglich? Weil man Angst hat, dass sonst die Touristen ausbleiben.
Die Aborgines wissen, dass es in unserer Kultur liegt, alles zu besteigen, deswegen akzeptieren sie es und lassen den Aufstieg zu. Dennoch bitten sie, ebenfalls ihre Kultur zu akzeptieren und den Uluru nicht zu besteigen.
... Ist sowieso viel zu steil und sieht gefährlich aus. Sind natürlich nicht hoch geklettert.
20.03.
Heute stand ausschlafen auf dem Programm =). Außerdem sollten meine Eltern heute beim Uluru ankommen. Wir hatten uns nun fast 5 Monate nicht gesehen. Es ist nicht so, dass ich mich hier nicht wohlfühlen würde, im Gegenteil. Aber wenn man dann endlich wieder jemanden richtig Vertrautes im Arm hat, dann ist das schon schön =).
Meine Eltern waren mit einer Reisegruppe unterwegs. In dieser Gruppe enthalten waren: "Bitte&Danke" – ein sehr nettes Pärchen, dass sich für alles mehrmals bedankte und entschuldigte, Doppelwopper&seine Steigerung – 2 Freundinnen und ansonsten ohne Worte, "Reiseleiter" Peter, und Klaus, der eigentlich Horst heißt...um nur mal einige zu nennen.
Insgesamt eine nette Truppe, besonders letztere beiden, mit denen wir meist zusammen saßen.
Mit meinen Eltern ging es dann zu den Olgas (Kata Tjuta), eine auffällige Gruppe kuppelförmiger Felsen. Sie sind weniger prominent wie der Ulruru (Ayers Rock), aber genauso bedeutend und schön.
Kamel auf dem Weg zu den Olgas. Was macht das denn hier? ... Mal wieder die Europäer!
(Auch die vielen Hasen sind Europäers Schuld. Ein Engländer wollte Hasen schießen, traf nicht alle und der Rest vermehrte sich "wie die Karnickel")
Die ersten Kamele wurden von den Engländern in den 1840er Jahren als Lastentiere zur Erkundung des Landes benutzt, später kamen die Kamelführer vor allem aus Indien und Afghanistan hinzu.
Nachdem Eisenbahn und Kraftwagen die Transporte übernahmen, wurden die Tiere einfach in die Freiheit entlassen...Sehr "gute" Idee, und deswegen gibt es heute neben Kängurus auch Kamele.
Am Abend staunten wir wieder über den Uluru beim Sonnenuntergang, nur von einem anderen Parkplatz, auf denen eigentlich nur Busse fahren dürfen...aber irgendwie gehören wir ja zur deutschen Reisegruppe :) Hier waren wirklich viele Menschen...und fast jeder trank Sekt während der Ulruru mal wieder alles beim Leuchten gab.
Zum Abschluss des Abends gabs ein kühles Bierchen im Hotel.
21.03.
5:45 Noch einmal Sonnenaufgang gucken :)
Am Mittag gings dann in die gleiche Richtung wie der Reisebus, Alice Springs.
Die Fahrt war ein bisschen abenteuerlich. Das lag zum einen daran, dass wir im Reiseresort Yulara wegen teuren Preisen nicht tanken wollten. Mit den letzten Tropfen beteten wir, eine andere Tankstelle zu finden...die letztendlich noch teurer war....grr
Zum Anderen gab es da so ein paar Tiere, die leider nicht von der Straße wollten und ich umfahren musste...Insgesamt hatte ich 2 Lizards auf dem Gewissen, die nach meiner Fahrt in den verrücktesten Formen auf der Straße lagen, sowie eine ganze Gruppe kleiner Vögel, wo man im Rückspiegel nur noch die Federn fliegen sah. Ja, ich hatte ein schlechtes Gewissen! Und was für eins! Erst Recht, wenn es da jemanden wie Milena gibt, die dann auch noch ständig auf einem rumhacken muss :P
Ein paar Aktivitäten und Stops auf der Fahrt:
Wir blieben bei meinen Eltern im Hotelbereich und konnten hier sogar legal im Auto schlafen. Nach einer netten Runde gings dann hundemüde ins Bett.
22.03
School of Air
Von hier aus werden Kinder auf einem Gebiet von 1,3 Mio km^2 mittels Rundfunk- und Satellitenübertragung unterrichtet.
Manche Kinder im Outback lernen sogar schon mit 6-7 Jahren Autofahren...ein ganz anderes Leben so im Nichts!
Flying Doctor Station (Museum)
Die Ärzte machen Hausbesuche in einem Gebiet von rund 2,3 Mio. km^2
Nach den Besuchen hieß es erstmal wieder Abschied von meinen Eltern nehmen, da sie schon am Morgen nach Melbourne flogen.
Unser Flieger ging abends. Am Flughafen rettete ich übrigens einen kleinen Vogel vor bösen großen Vögeln, die ihn ärgerten und pickten. Die Tierwelt und ich waren also wieder quitt!
Leider war der Flughafen so klein und voller Polizisten, dass wir nun ein großes Problem hatten...wo schlafen?
Letzendlich konnten wir bei Thrifty schon vorher ohne Aufpreis unseren Wagen abholen...nicht ganz unseres Auto: Bis zum nächsten Morgen hatten wir ein super schnittiges und bequemes, bonziges Auto, dass wir dann am nächsten Morgen gegen eine kleine Knutschkugel umtauschen mussten. Die Nacht in dem großen Auto auf einem Parkplatz war gut, bis auf dass uns die vielen Aboriginies in der Gegend ein wenig Angst machten (Haben in kurzer Zeit 3 Festnahmen beobachtet).
Die traditionellen Eigentümer der Outbackstadt Alice Springs sind die Arrernte Aborigines. Mir persönlich sind diese ein wenig unheimlich. Sie wuseln überall herum, gucken einen komisch an und schnorren nach Zigaretten und Alkohol. Sicherlich sind nicht alle so, aber ich hatte einen komischen Eindruck.
In der Gegend rund um den Ulruru und Alice Springs geht es sehr viel um Schöpfungsgeschichte und Aborogini Kunst. Viele Orte haben besondere Bedeutung, sind heilige Stätte und deswegen manchmal sogar nicht betretbar.
Ein bisschen komisch war es, dass es nicht, wie in allen Reiseführern beschrieben, eine rote Gegend war, sondern grün. Durch den vielen regen der letzten Zeit, sag alles rund um den Uluru und Alice grün und bewachsen aus.
Alice Springs wurde vor 135 als einsame Telegraphenstation gegründet. Der Ort hat eine sehr große Bedeutung für Zentralaustralien, da sich hier Institutionen wie die Royal Flying Doctor Service Base (Ein fliegender Doktor) und die School of the Air, eine Schule, die die Kinder im Outback unterrichtet befindet...aber dazu später mehr, erstmal stand bei uns der Uluru auf der Liste, der ca. 450km von Alice entfernt lag. Außerdem sollte ich dort auch das erste Mal meine Eltern treffen, die mittlerweile ihren Urlaub, die bereits schon auf dem Weg nach Perth waren, um nach einem Zwischenstop dann zum Uluru zu fliegen.
| Alles liegt weit auseinander! |
Die Fahrt mit Milena zum Ulruru-Kata Tjuta National Park war wieder mal sehr lustig. Das ganze fing schon mit unserem Zeitproblem am Morgen an, als wir zu früh vor der Autovermietung standen, da wir nicht wussten, dass wir mal wieder die Uhren umstellen mussten. Natürlich regten wir uns typisch deutsch über die (nichtvorhandene) Unpünktlichkeit der Australier auf :)
| Unsere kleine Knutschkugel "Sabrina" =) |
Die Fahrt war lang und bis auf einmal Rechtsabbiegen ging es nur geradeaus.
Kurz vor einem Aussichtspunkt schrie Milena plötzlich total auf: "aaaah ist er das!?" ich kann gar nicht sagen, wie ich mich bei dieser Tonlage erschrocken habe :D Sie meinte natürlich den Uluru, der plötzlich hinter dem ganzen grün aufblitze.
Später stellte sich heraus, dass dieses Objekt NICHT der Uluru war, sondern das am häufigsten falsch fotografierte Objekt. Jaja, haben wir natürlich gemerkt...wenn auch erst ein paar Tage später :) Aber zumindest haben wir uns gewundert, dass er "irgendwie anders" aussah.
Gegen späten Nachmittag kamen wir im Nationalpark an und fuhren schnell zum Lookout für die perfekte Sicht bei Sonnenuntergang. Wir breiteten unsere Decke aus, aßen Wraps und machten uns ein bisschen darüber lustig, dass wir den ganzen langen Weg wegen "eines Steines" auf uns genommen hatten.
| Außerdem nervten uns die vielen(!) Fliegen (Fliegennetz am Uluru ist ein absolutes MUSS! |
Im Nationalpark durften wir nicht schlafen, also gings in das Nachbardörfchen Yulara, das eigentlich nur aus Hotels bestand...dort schliefen wir auch, direkt vorm Hotel. Eine lange Nacht hatten wir nicht vor uns, wir wollten "den Stein" ja schließlich auch bei Sonnenaufgang beobachten...das hieß 5.15 aufstehen.
| Milena und ihre Schlafmaske =D |
Wieder mal hatten wir ein Zeitproblem. Wir wachten viel zu spät auf, klappten nur noch unsere Sitzplätze hoch und fuhren in Schlafsachen wieder zum Lookout, um den Sonnenaufgang zu sehen. Es war die falsche Seite für den Sonnenaufgang, aber trotzdem schön!
Danach gings zum geführten Malawalk direkt am Uluru, wo uns ein Guide vieles über die Aborigines, ihre Kunst und ihren Glauben erzählten. Ebenfalls sahen wir einige heilige Stätte von weitem und ein Klassenzimmer, das für mich zum Highlight zählte....Wahnsinn, dass man das heute noch so gut erkennen kann.
| Guide vorm Klassenzimmer |
Als uns ein Guide entgegen kam und meinte, dass ein Teil des Weges voll mit Wasser war und wir unsere Schuhe ausziehen müssten, hielten wir ihn für bekloppt.
So sah das ganze dann aus...der Guide hatte mehr als Recht :)
Der Berg sah von jeder Seite anders aus. Wir genossen den Tag, das Wetter war herrlich warm, der Weg sehr einfach zu gehen und ab und an fand sich ein kleines Bänkchen, wo man sich ausruhen konnte.
Plötzlich wurde der Berg von oben weiß! "Der Berg qualmt!"...REGEN!
Zum Glück konnten wir uns unterstellen und das Spekatakel aus der geringen Ferne beobachten: Das Weiß auf dem Berg wurde immer mehr bis der ganze Berg plötzlich weiß aussah. Kleine und große Wasserfälle kamen den Berg herunter...ein toller Anblick!
Das Dach, wo wir uns unterstellten hielt den Regen kaum noch ab und da er eh langsam weniger wurde, gingen wir weiter. Wir hatten noch ca. 2km vor uns.
Vor uns war alles überflutet und wir standen bis zu den Knien im Wasser. Plötzlich fing es wieder stärker an zu Regen, ... dann donnerte und blitzte es sogar noch. Und wir mitten im Wasser: Hervorragend! Nun hatte ich nicht mehr um unsere Kameras im Rucksack Angst, sondern um uns!
Alles um uns herum war voller Wasser und wir rannten nur noch. Ca. 30min später kamen wir völligst durchnässt am Auto an. Alles war überflutet, die Straßen, die Wege, so ziemlich alles....nix mit trockener Gegend hier!
Wir fuhren zum Kulturzentrum und trockneten uns! Gleich mit getrocknet wurde der gesamte Inhalt des Rucksackes inklusive Milenas Portmonee...Führerschein, Ausweise usw....grrr, blödes Wetter :(
Im Kulturzentrum gab es das "Book of Sorry", ein dickes Buch, wo sich Menschen aus aller Welt dafür entschuldigten, Steine vom Uluru als Andenken mitgenommen zu haben. Seit dem seien sie von Unglück verfolgt und schicken nun ihre Steine wieder zurück mit der Bitte um Verzeihung.
Das Buch ist voll von Postkarten und Briefen...da bekommt man richtig Angst!
Genauso ist es mit dem Besteigen des Ulurus, das ist eigentlich auch gegen die Kultur der Aborigines. Und warum ist der Zugang trotzdem möglich? Weil man Angst hat, dass sonst die Touristen ausbleiben.
Die Aborgines wissen, dass es in unserer Kultur liegt, alles zu besteigen, deswegen akzeptieren sie es und lassen den Aufstieg zu. Dennoch bitten sie, ebenfalls ihre Kultur zu akzeptieren und den Uluru nicht zu besteigen.
... Ist sowieso viel zu steil und sieht gefährlich aus. Sind natürlich nicht hoch geklettert.
| Wiedergutmachungsanblick am Abend für den vielen Regen =) |
20.03.
Heute stand ausschlafen auf dem Programm =). Außerdem sollten meine Eltern heute beim Uluru ankommen. Wir hatten uns nun fast 5 Monate nicht gesehen. Es ist nicht so, dass ich mich hier nicht wohlfühlen würde, im Gegenteil. Aber wenn man dann endlich wieder jemanden richtig Vertrautes im Arm hat, dann ist das schon schön =).
Meine Eltern waren mit einer Reisegruppe unterwegs. In dieser Gruppe enthalten waren: "Bitte&Danke" – ein sehr nettes Pärchen, dass sich für alles mehrmals bedankte und entschuldigte, Doppelwopper&seine Steigerung – 2 Freundinnen und ansonsten ohne Worte, "Reiseleiter" Peter, und Klaus, der eigentlich Horst heißt...um nur mal einige zu nennen.
Insgesamt eine nette Truppe, besonders letztere beiden, mit denen wir meist zusammen saßen.
Mit meinen Eltern ging es dann zu den Olgas (Kata Tjuta), eine auffällige Gruppe kuppelförmiger Felsen. Sie sind weniger prominent wie der Ulruru (Ayers Rock), aber genauso bedeutend und schön.
Kamel auf dem Weg zu den Olgas. Was macht das denn hier? ... Mal wieder die Europäer!
(Auch die vielen Hasen sind Europäers Schuld. Ein Engländer wollte Hasen schießen, traf nicht alle und der Rest vermehrte sich "wie die Karnickel")
Die ersten Kamele wurden von den Engländern in den 1840er Jahren als Lastentiere zur Erkundung des Landes benutzt, später kamen die Kamelführer vor allem aus Indien und Afghanistan hinzu.
Nachdem Eisenbahn und Kraftwagen die Transporte übernahmen, wurden die Tiere einfach in die Freiheit entlassen...Sehr "gute" Idee, und deswegen gibt es heute neben Kängurus auch Kamele.
Am Abend staunten wir wieder über den Uluru beim Sonnenuntergang, nur von einem anderen Parkplatz, auf denen eigentlich nur Busse fahren dürfen...aber irgendwie gehören wir ja zur deutschen Reisegruppe :) Hier waren wirklich viele Menschen...und fast jeder trank Sekt während der Ulruru mal wieder alles beim Leuchten gab.
Zum Abschluss des Abends gabs ein kühles Bierchen im Hotel.
21.03.
5:45 Noch einmal Sonnenaufgang gucken :)
Am Mittag gings dann in die gleiche Richtung wie der Reisebus, Alice Springs.
Die Fahrt war ein bisschen abenteuerlich. Das lag zum einen daran, dass wir im Reiseresort Yulara wegen teuren Preisen nicht tanken wollten. Mit den letzten Tropfen beteten wir, eine andere Tankstelle zu finden...die letztendlich noch teurer war....grr
Zum Anderen gab es da so ein paar Tiere, die leider nicht von der Straße wollten und ich umfahren musste...Insgesamt hatte ich 2 Lizards auf dem Gewissen, die nach meiner Fahrt in den verrücktesten Formen auf der Straße lagen, sowie eine ganze Gruppe kleiner Vögel, wo man im Rückspiegel nur noch die Federn fliegen sah. Ja, ich hatte ein schlechtes Gewissen! Und was für eins! Erst Recht, wenn es da jemanden wie Milena gibt, die dann auch noch ständig auf einem rumhacken muss :P
Ein paar Aktivitäten und Stops auf der Fahrt:
| Camelfarm |
22.03
School of Air
Von hier aus werden Kinder auf einem Gebiet von 1,3 Mio km^2 mittels Rundfunk- und Satellitenübertragung unterrichtet.
Manche Kinder im Outback lernen sogar schon mit 6-7 Jahren Autofahren...ein ganz anderes Leben so im Nichts!
Flying Doctor Station (Museum)
Die Ärzte machen Hausbesuche in einem Gebiet von rund 2,3 Mio. km^2
| Mein Papa und Milena beim "Fliegen" |
Unser Flieger ging abends. Am Flughafen rettete ich übrigens einen kleinen Vogel vor bösen großen Vögeln, die ihn ärgerten und pickten. Die Tierwelt und ich waren also wieder quitt!
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