Dienstag, 14. Juni 2011

18.05.-24.05. Perth

Der Bus brachte uns in die Innenstadt, wo wir ein Mc Donalds fanden und somit auch Internet. Wir suchten uns ein Hostel, was nicht ganz so weit weg war und liefen mit Sack und Pack dorthin, um Buskosten zu sparen.

Mehr als eine Nacht im Hostel verbringen wollten wir jedoch nicht. Das war zu teuer und außerdem konnten wir vielleicht bei einer Freundin von Kristina schlafen, die sie in Melbourne kennengelernt hatte. Hoffentlich klappte das.

Das Hostel war ein kleines Hostel unter Familienbetrieb. Die Atmosphäre war dadurch sehr angenehm und wir fühlten uns wohl. Wir lernten ein deutschen Mädel kennen, die uns von der ersten Minute an unsympathisch war. So etwas negatives hab ich lange nicht mehr gesehen. Sie saß wie ein Bauer vor uns und obwohl sie schon über ein Jahr in Australien war, hatte sie keinen Bock, Englisch zu reden. Heim wollte sie aber auch auf keinen Fall, nur auf einer Cattle Station arbeiten...was für ein unangenehme Erscheinung!

Kristina und ich könnten uns heiße Schokolade und verbrachten den Abend mit Fernsehschauen.

19.05.
Am Morgen ließen wir unsere Sachen einfach im Zimmer, checken aus und gingen in die Stadt. Zu Kristinas Freundin konnten wir erst am Samstag kommen, also hieß es, 2 Nächte zu überbrücken. Wir gingen zu Library und suchten nach einer Möglichkeit bei Couchsurfing. Eigentlich dachten wir, dass wir viel zu spät seien, um noch am selben Tag etwas zu finden, aber es funktionierte mehr als gut und wir hatten sofort 2 Antworten. Da gab es zum einen die Couch draußen unter der Veranda bei Ben und einen Typen, der uns sogar abholen wollte, was verlockend klang. Wir entschieden uns trotzdem für die Couch unter der Veranda :)

Für jegliche weitere Aktivität wie zum Beispiel einen Citywalk waren wir zu faul. Wir relaxten noch ein wenig in der Sonne, gingen dann zurück zum Hostel, um auch dort noch einmal zu entspannen bevor wir uns endlich mal auf den Weg machten.

Auf der Karte im Lonely Planet sah der Weg zu unserer Couch gar nicht so weit aus, deswegen beschlossen wir mal wieder Buskosten zu sparen und zu laufen...Wahnsinnig tolle Idee!

Nach mehr als 1Stunde fanden wir endlich das, wonach wir suchten. Ein kleines Haus mit Veranda und Couch. Es sah ein wenig Messi aus, aber ich mochte es und fühlte mich wohl. Es war nur der Mitbewohner von Ben da (Sinny), der uns alles zeigte und meinte, wir sollten uns wie zu Hause fühlen. Es war wirklich völligst entspannt hier und wir waren froh, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.





Den ganzen Abend über quatschten wir mit Sinny. Es war eine sehr, sehr nette Atmosphäre. Er war Schauspieler und alle im Haus waren auf eine Art Künstler, was mir sofort sympathisch war.
Irgendwann stieß Emma dazu, eine Freundin von Sinny. Sie studierte und arbeitete in der Gegend und schlief manchmal hier, weil sie weiter weg wohnte.

Emma und Sinny
Als Student verdient man hier ein heiden Geld und all das verschwendete sie gern beim Foodshoppen, was auch uns zu Gute kam =)
Sie war irgendwie echt putzig und ein guter Laune Mensch. Es war ein sehr netter Abend.


20.05.
Am nächsten Morgen frühstückten wir und lernten Ben endlich richtig kennen. Sehr cooler Typ.
Danach gings mit ihm nach Fremantle in ein Cafe und auf den berühmten Markt.

21.05.
Am nächsten Morgen wurden wir von Alea, Kristinas Freundin abgeholt. Wir brachten unsere Sachen in ihr Haus (!) und fuhren dann mit ihr in die Stadt. Sie ging zur Uni und wir machten endlich unseren City Walk :D

Unglaublich, wie spannend das war! Schon irgendwie komisch, was die Australier so als alt, interessant und unglaublich sehenswert finden! Da gibt es zum Beispiel ein Krankenhaus mit roten Backsteinen...Punkt.
Ja wahnsinnig aufregend! Wir liefen durch die ganze Stadt und hakten ein Gebäude nach dem Anderen ab.

Start in der Innenstadt
 
Rathaus an der Ecke Hay- und Barrack Street
 
altes Feuerwehrhaus

St Mary's Cathedral
 

lustige Skulpturen =)

Den Belltower, oder The Swan Bells. Die gläserne Turmspitze in 82,5 m Höhe wurde so gestaltet, dass sie vom Ende der Kings-Park-Road, von der Beaufort-Street in der Innenstadt, der South-Perth-Küste und dem Langley-Park gesehen werden kann.


Das Ziel war Kings Park.
Der Park liegt auf einem Hügel, wo man eine prima Aussicht auf die Stadt hat. Nur irgendwie fanden wir den Eingang nicht so recht und waren mittlerweile schon leicht frustriert. Viele der Tracks zum Park waren wegen dem Wetter geschlossen und wir hatten schon fast die Nase voll, als wir endlich einen Eingang fanden. Die vielen Stufen hoch zum Hügel hatten sich aber gelohnt und wir fanden einen schönen Park mit einer tollen Aussicht vor.




Insgesamt waren wir heute über 7km gelaufen und etwas kaputt. Wir entspannten ein wenig in der Sonne und schliefen sogar ein bis Alea uns bald darauf wieder abholte.

Alea war abends mit ihrem Freund und einer Freundin zum Rugby schauen in einem Pub verabredeten. Wir kamen natürlich mit. Im Pub "steppte der Bär" oder auch nicht :D und die Regeln beim Rugby hab ich auch nicht verstanden, aber trotzdem wars ein netter Abend.

22.05.
Heute war Sonntag und wir verbrachten den ganzen Tag mit Gammeln, Tee und natürlich Filmen gucken :D..großartig!

23.05.
Morgens gings mal wieder in die Library und danach zum Strand. Wir nahmen so ziemlich jeden anderen Bus, als den, den uns Alea aufgeschrieben hatte. Das Bussystem in Perth muss man nicht verstehen! Aber es klappte trotzdem und wir kamen nach Ewigkeiten am Strand und später "zu Hause" an:)



24.05.Heute ging mein Flieger nach Bali.
Der Flug war anstrengend, mein Nackenkissen ist geplatzt und schlafen konnte ich auch nicht. :(


14.05. - 18.05. Trip Coral Bay - Perth

 
 

Da es schon Nachmittag war und wir nicht in der Dunkelheit fahren wollten (schließlich gibt es hier Kängurus, die einem in der Dämmerung mal gerne vor die Nase springen) war unser erster Stop bereits im 200km entfernten Carnavon, einer nicht wirklich aufregenden Stadt.

Erstmal gings Foodshoppen. Kristina und ich beschlossen, die Jungs als Dankeschön einzuladen und kauften alles für Wraps ein. Danach suchten wir ein Hostel und fanden auch ein sehr gemütliches. Kissen gab es hier allerdings nicht. Auf die Frage warum, sagte der Hostelbesitzer nur, dass er mal welche hatte, diese aber geklaut wurden...aha...wenigstens hatten wir ein Laken, welch ein Luxus!

Das Wrapessen outete sich als halbe Essenschlacht. Im Hostel gab es nämlich auch keine Teller oder Besteck und so nutzten wir den Tisch als Teller und unsere Hände als Messer und Gabel :D. Wir benahmen uns wie Kleinkinder und hatten definitiv unseren Spass.

Danach gesellten wir uns zu den anderen Hostelbewohnern mit denen wir dann auch in einen Pub gingen. Wow, hier "steppte der Bär"! Einmalig! Ironie lässt grüßen!
Wir hielten es nicht so lange aus :D

Am nächsten Morgen gings weiter zur Shark Bay.
Shark Bay ist ein mehr als 1500km langer Küstenstreifen mit weißen Sandstränden, feurig roten Klippen und türkisfarbenem Wasser.

Erster Stop hier war der Shell Beach, ein wunderschöner Strand aus winzigen Herzmuscheln.





Es war kalt, aber ich beschloss trotzdem, ins türkisfarbene Wasser zu gehen. Wir stürzten uns ins Wasser und ich erfror beinahe! Lange hielt ich es nicht aus.


Danach saßen wir noch für einen Moment am Wasser und beobachteten ein Filmteam. Wirklich professionell sah das ganze nicht aus :D.


Es wurde ein Ranger interviewt. In der Pause kam dieser zu uns und berichtete, wie unwohl er sich doch fühlen würde und dass die Fragen wie: Sind das Muscheln und besteht hier wirklich alles aus Muscheln" schon etwas komisch seien.

Viel Zeit hatten wir nicht mehr bis es dunkel wurde. Hier liegt alles wirklich sehr weit auseinander. Wir fuhren nach Monkey Mia.
Monkey Mia ist weltberühmt für seine wilden Delphine, die hier jeden Tag in der Früh im seichten Wasser zur Fütterung auftauchten. Die wollten wir natürlich sehen =)
Es ist keine Stadt, sondern ein Resort und kostete uns 28 Dollar für Übernachtung inkl. der Delphine, was völlig ok war. Außerdem hatten wir auch noch ein 6er Zimmer für uns allein.

Wir aßen Abendbrot (lecker Salat) und gingen dann mit Bier und Goon zum Strand, der quasi direkt vor der Tür lag.
Kaum am Strand angekommen, verspürten Kristina und ich unglaubliche Gelüste...wir brauchten etwas Süßes. Wir gingen zurück und mit Mühe kratzten wir unser Geld zusammen...und dann gab es Eis =). Das ganze dauerte eine Ewigkeit und die Jungs fragten sich schon, wo wir blieben...öhm, wo wir waren? öhm, wir haben uns verquatscht mit Jemanden :D...ja genau;)

Kristina und ich verfielen im Laufe des Abends des öfteren in mehreren Lachkrämpfe...hach tat das gut. Und wie schön der Abend war =) Sterne gucken, der Lifemusik vom Hotel lauschen und Weinchen trinken...perfekt!

Die Delphine am nächsten Morgen waren ein Traum! Wir dachten am Anfang, dass wir vielleicht gar nicht so viel sehen würden, weil es normalerweise von Touristen nur so wimmelt. Wir hatten Glück und standen direkt am Wasser. Die Delphine kamen und waren gerade mal ein Meter von uns entfernt, spielten miteinander, sprangen im Wasser herum oder schwammen einfach nur hin und her. Einmal sah es sogar so aus, als wurde uns ein Delphin direkt in die Augen gucken...wir waren mehr als begeistert!

 



Nach dem Frühstück gings direkt weiter Richtung Kalbarri National Park.
Der schöne Park umfasst mehr als 1000km^2 Buschland, fantastische Schluchten und dramatisch zerklüftete Klippen. Außerdem gibt es dort eine Art "natürliches Fenster", ein Felsbogen, der den Blick auf die Schluchten einrahmt.
Das wollen wir eigentlich unbedingt sehen, doch leider war die Straße dorthin wegen dem Wetter und Überflutungen gesperrt. Grr, den ganzen Weg mal wieder umsonst gefahren. So schade, und langsam kann ich schon gar nicht mehr mitzählen, was ich alles wegen Überflutungen und dem Wetter nicht sehen konnte :(

Hier aber trotzdem ein paar Fotos von Sean, dem Neuseeländer, der alles schon einmal gesehen hatte...dann siehts wenigstens so aus, als wär ich da gewesen;)



Wir machten einen kleinen Lunch-Stop im Ort Kalbarri, welcher an einem idyllischen Uferstreifen liegt. Und wieder konnten wir viele, viele Delphine sehen, diesmal aber aus der Ferne.


Bevor es dunkel wurde wollten wir wieder so weit wie möglich in die Nähe der Pinnacles kommen, die standen nämlich für den nächsten Tag auf unserem Plan. Wir kamen bis Cervantes, vielleicht war es auch Jurien, ich kann mich nicht mehr erinnern. Jedenfalls waren die Pinnacles nicht mehr weit entfernt.

Wir hielten an einer Tankstelle und fragten nach Übernachtungsmöglichkeiten. Wirklich viel gab es nicht und wir landeten in einem sehr komischen Anlage. Die Frau war aber sehr nett und verkaufte uns ein komplette Wohnung für 30 Dollar die Nacht. Am Anfang war es mir zu viel Geld, als ich dann aber die Wohnung sah, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Hier hätte man locker mit 10 Leuten nächtigen können...Jeder hatte sein eigenes Zimmer und es waren immer noch viele Betten übrig. Außerdem gabs eine grüße Küche, Ess- und Wohnzimmer...nicht schlecht =)




Wir kochten und entspannten uns dann auf der Couch...mal wieder mit Goon und Bier =)
Am nächsten Morgen schliefen wir erstmal aus. Die nette Dame, der alles gehörte, meinte, dass wir uns am nächsten Morgen keinen Stress machen sollten....Und das taten wir auch nicht. Gegen 12 kamen wir dann endlich mal los und fuhren zu den Pinnacles.

Die Pinnacles sind tausende von Kalksteinsäulen, die über eine goldene Wüsten-Mondlandschaft verstreut sind. Der kalkreiche Wüstensand besteht aus Muschelschalen, die durch den Regen zusammengepresst und dann abgetragen wurden.


 


Irgendwie sahen viele der Dinge wie Penise aus, besonders dieser hier:
:D


Vergeblich suchten wir nach Brüsten, damit auch die Jungs mal was zu sehen haben.

Das Wetter war nicht das beste und deswegen gings schnell weiter nach Lancelin, wo wir Sandborden wollten. Dort angekommen, fing es dann aber leider an zu regnen. Das wars dann wohl mit dem Sandboarden =(

Am späten Nachmittag kamen wir in Perth an, verabschiedeten Stuart am Bahnhof, säuberten das Auto und gingen einkaufen, um danach bei Sean zu kochen und völligst faul den Abend mit Film und Tim Tam auf der Couch zu verbringen.

Morgens kamen wir absolut nicht aus dem Bett, aber Sean musste zum Flughafen. Kristina und ich konnten aber trotzdem noch eine Weile bleiben, so verabschiedeten wir uns, frühstückten in Ruhe, räumten auf und nach einem weiteren Powernap machten wir uns dann doch endlich mal auf dem Weg...nur wohin bloß?...Erstmal irgendwie die Innenstadt finden und dann Internet.

11.05. - 14.05. Coral Bay

In Coral Bay angekommen warteten wir noch 2 Stunden und buchten uns dann ein Bett im Hostelzimmer. 27 Dollar...wow, das ist teuer, aber es war das einzige Hostel und wir hatten keine andere Wahl.
Wir beschlossen, die nächste Nacht am Strand zu schlafen und dann schnell Jemanden zu finden, der uns die Westküste entlang bis nach Perth mitnahm. Das allerdings war nicht so einfach, da die meisten Leute Richtung Norden in die Sonne fuhren, statt Süden in Richtung Perth, wo es gerade Winter wurde.

Als erstes schliefen wir uns noch einmal so richtig aus, damit wir dann voller Energie die Gegend erkunden konnten.
Coral Bay ist eine kleine Stadtgemeinde mit gerade Mal 190 Einwohnern. Der Ort liegt an einer malerischen Bucht am Südende des Ningaloo Marina Park. Es gibt eine einzige kleine Straße und zwei winzig kleine und überteuerte Supermärkte. Wir hatten die Gegend also ziemlich schnell erkundet ;)



Das Highlight ist der atemberaubende weiße Sandstrand, an dem man direkt vor der Küste am Riff schnorcheln kann. Das Riff von Ningaloo ist sehr leicht zu erreichen, es liegt teilweise nur 100 Meter entfernt und beherbergt eine atemberaubende Vielfalt an Meerestieren. Wir liehen uns Equipment und schwammen weit, weit heraus.

Ich war begeistert...mehr als begeistert. Ziemlich am Anfang sah ich einen Hai unter mir her schwimmen...das allerdings fand ich nicht so lustig. Ich nehme an, dass es ein Riffshark war, was heißt, dass dieser nicht gefährlich ist...;)
Wir waren Ewigkeiten im Meer, das Riff war einfach wunderschön. Die Sonne schien und manche Korallen leuchteten in den unterschiedlichsten Farben. Ich sah Fischschwärme und wunderschöne Korallen-Gebilde und wusste gar nicht mehr, wo ich zuerst hinschauten sollte.



Als ich dann doch mal wieder auftauchte, sah ich den Strand kaum noch...ooops =)
Ich erblickte sogar einen "Aboriginifisch"...einen braunen Fisch mit weißen Streifen und Punkten. Er war riesig und machte mir ein wenig Angst.

Nach ca. 2 Stunden packten wir uns an den Strand, um uns für das nächste Mal schnorcheln auszuruhen...Natürlich mussten wir nochmal ins Meer;). Wir hatten so Glück mit dem Wetter. Endlich schien wieder die Sonne und wir hatten das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben...wenn auch wir überhaupt keine Ahnung hatten, wie es weitergehen sollte.

Wir lernten Christian, einen Dänen und Sean, einen Neuseeländer kennen, die ebenfalls am Schnorcheln waren. Sie hatten sich auf der Fahrt von Perth nach Coral Bay kennengelernt. Sean wollte eigentlich noch weiter in den Süden, blieb dann aber doch erstmal hier, weil es so schön war.

Wir kamen gerade aus dem Wasser, als uns Sean zeigte, dass er gerade von einer roten Qualle gestochen wurde...Oh mein Gott, war ich froh, dass wir heile waren. Noch am Anfang unseres Schnorchelns hatten Kristina und ich uns so sehr darüber gefreut, einer Qualle aus der Nähe beim Schwimmen zuzuschauen.


Nach insgesamt 4 Stunden mussten wir das Schnorchelequipment wieder abgeben. Wir stärkten uns ein wenig und gingen dann zurück zum Strand, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen...leider waren wir etwas spät, aber egal, schön war es trotzdem.


12.05.
Am nächsten Morgen checkten wir aus. Wir packten unsere Sachen in den Lockerroom und hofften auf einen Lift oder auf gutes Wetter, um am Strand zu schlafen. Eine weitere Hostelnacht war uns einfach zu teuer.

Dann gings zum Strand, heute wollten wir einfach nur in der Sonne bruzeln =)
Wir nahmen Christian mit, der aber die meiste Zeit zum Schnorcheln im Wasser verschwand. Leider ließ uns die Sonne im Stich...sooo warm war es einfach nicht mehr. Wir entschieden uns für Hostel und Kaffee trinken =).

Zusammen mit Christian, Sean und dem Engländer Stuart gingen wir gegen frühen Abend wieder zum Strand. Heute wollten wir den Sonnenuntergang mal von Anfang an sehen.
Aus der ganzen Angelegenheit wurde ein Lagerfeuer aus dem verschiedensten Gestrüpp und ein richtig schöner Abend.



Es hüpfte sogar ein Kanguru hinter uns entlang und aus der Ferne konnte man jemanden Gitarre spielen hören.

Irgendwann beschlossen Kristina und ich, den Gitarrenspieler zu holen, denn die Lagerfeuer-Stimmung war perfekt, aber mit einem Gitarrenspieler einfach unbezahlbar :D
Wir zogen also los. Die Gitarrengeräusche kamen zwar näher, aber es war weit. Wir mussten sogar eine Mauer erklimmen und dann leider feststellen, dass der Gitarrenspieler zum Equipment des einzigen Pubs in der Stadt gehörte...Schade.

Von Christian mussten wir uns an diesem Abend leider schon wieder verabschieden und aus dem "Am-Strand-schlafen" wurde leider auch nix. Es sah sehr nach Regen aus. Aber wenn man auch einfach so illegal im Zimmer von Sean schlafen kann, dann ist das natürlich auch nicht schlecht.

13.05.
Der nächste Tag war regnerisch und wir verbrachten die meiste Zeit in Seans Zimmer und schauten Filme. Endlich hatten wir auch Aussicht auf einen Lift. Da gab es eine Frau, die am nächsten Tag Richtung Perth wollte. Wir waren also guter Dinge.
Leider sagte sie dann doch ab und für uns hieß das Plan B: Trampen. Am nächsten Tag in der Früh sollte es losgehen...aber erstmal weiter gemütlich Filme schauen =)
Und wie es so sein mussten, schauten wir "Woolfscreek" einen Aussifilm über einen Backpackermörder aus Australien...man, wie wir uns aufs Trampen freuten.

Am Abend setzten wir uns mit Stu und Sean in die Hostelbar. Als Kristina und ich Wein bestellten, wurden wir nach unserer Zimmernummer gefragt. Öhm...wir probierten es mit unserer alten Nummer und erklärten irgendetwas von "gerade ausgecheckt"...letztendlich lief es darauf hinaus, dass wir unsere Namen und Unterschriften hinterlassen mussten und Stu für uns den Wein kaufte. Ich kam mir vor wie eine 13 Jährige, die das erste Mal an einem Wein nippen darf.


Als Kristina kurz weg war, faselte Sean etwas davon, dass er schon ein paar Tage früher wieder zurück nach Perth fahren könnte und uns auf einen Roadtrip mitnehmen würde. Ich schaute ihn nur wie ein Auto an, weil ich mir nicht sicher war, ob ich ihn richtig verstanden hatte. Er war Neuseeländer und der Kiwislang war nicht immer meine Stärke. Später erzählte ich Kristina, was er gesagt hatte und fragte ihn später auch nochmal...tatsächlich, er wollte uns mit nach Perth nehmen und uns auf dem Weg alles zeigen...das war nun wirklich perfekt...und hieß, dass wir nicht mehr trampen mussten :)

Auch diese Nacht nächtigten wir wieder illegal im Hostel:)

14.05.
Der nächste Tag war wieder verregnet. Die Jungs waren beim Tauchen und
Kristina und ich verbrachten den ganzen Tag mit Filmgucken in Seans Auto, Keksen und Kaffee. Am Nachmittag kamen Stuart und Sean zurück. Wir packten alle Sachen ins Auto und starteten unseren Roadtrip =)

Dieser Roadtrip hatte ein etwas anderen Standard als den, den ich gewohnt war. Das Auto war groß, luxuriös und gerade mal 5 Monate alt, perfekter konnte es einfach nicht laufen ;)

10.05. - 11.05. Broome nach Coral Bay

Unser Bus fuhr 6.30h ab und wir sollten 17 Stunden später in Coral Bay sein. Hieß also mitten in der Nacht.

Wir buchten aber trotzdem kein Hostel und planten, einfach, den Rest der Nacht vor der Rezeption zu schlafen und dann morgens einzuchecken...so sparten wir eine Nacht.

Der Busfahrer war etwas komisch. Manchmal würgte er den Bus ab und hielt an komischen Stellen, um eine 5 Minutenpause zu machen. Irgendwann hielten wir an einem richtigen Rastplatz, wo wir dann auch erfuhren, warum er etwas komisch und unsicher fuhr: Es war seine erste Fahrt...ohman, hoffentlich kommen wir heile an.
Wir verbrachten ca. 4 Stunden auf dem Parkplatz. Wir mussten auf einen anderen Bus warten, da unsere Busfahrer tauschen mussten. Für uns war das natürlich gut: 4 Stunden Verspätung hieß nämlich die Nacht im Bus verbringen und nicht vor der Rezeption.