Dienstag, 14. Juni 2011

11.05. - 14.05. Coral Bay

In Coral Bay angekommen warteten wir noch 2 Stunden und buchten uns dann ein Bett im Hostelzimmer. 27 Dollar...wow, das ist teuer, aber es war das einzige Hostel und wir hatten keine andere Wahl.
Wir beschlossen, die nächste Nacht am Strand zu schlafen und dann schnell Jemanden zu finden, der uns die Westküste entlang bis nach Perth mitnahm. Das allerdings war nicht so einfach, da die meisten Leute Richtung Norden in die Sonne fuhren, statt Süden in Richtung Perth, wo es gerade Winter wurde.

Als erstes schliefen wir uns noch einmal so richtig aus, damit wir dann voller Energie die Gegend erkunden konnten.
Coral Bay ist eine kleine Stadtgemeinde mit gerade Mal 190 Einwohnern. Der Ort liegt an einer malerischen Bucht am Südende des Ningaloo Marina Park. Es gibt eine einzige kleine Straße und zwei winzig kleine und überteuerte Supermärkte. Wir hatten die Gegend also ziemlich schnell erkundet ;)



Das Highlight ist der atemberaubende weiße Sandstrand, an dem man direkt vor der Küste am Riff schnorcheln kann. Das Riff von Ningaloo ist sehr leicht zu erreichen, es liegt teilweise nur 100 Meter entfernt und beherbergt eine atemberaubende Vielfalt an Meerestieren. Wir liehen uns Equipment und schwammen weit, weit heraus.

Ich war begeistert...mehr als begeistert. Ziemlich am Anfang sah ich einen Hai unter mir her schwimmen...das allerdings fand ich nicht so lustig. Ich nehme an, dass es ein Riffshark war, was heißt, dass dieser nicht gefährlich ist...;)
Wir waren Ewigkeiten im Meer, das Riff war einfach wunderschön. Die Sonne schien und manche Korallen leuchteten in den unterschiedlichsten Farben. Ich sah Fischschwärme und wunderschöne Korallen-Gebilde und wusste gar nicht mehr, wo ich zuerst hinschauten sollte.



Als ich dann doch mal wieder auftauchte, sah ich den Strand kaum noch...ooops =)
Ich erblickte sogar einen "Aboriginifisch"...einen braunen Fisch mit weißen Streifen und Punkten. Er war riesig und machte mir ein wenig Angst.

Nach ca. 2 Stunden packten wir uns an den Strand, um uns für das nächste Mal schnorcheln auszuruhen...Natürlich mussten wir nochmal ins Meer;). Wir hatten so Glück mit dem Wetter. Endlich schien wieder die Sonne und wir hatten das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben...wenn auch wir überhaupt keine Ahnung hatten, wie es weitergehen sollte.

Wir lernten Christian, einen Dänen und Sean, einen Neuseeländer kennen, die ebenfalls am Schnorcheln waren. Sie hatten sich auf der Fahrt von Perth nach Coral Bay kennengelernt. Sean wollte eigentlich noch weiter in den Süden, blieb dann aber doch erstmal hier, weil es so schön war.

Wir kamen gerade aus dem Wasser, als uns Sean zeigte, dass er gerade von einer roten Qualle gestochen wurde...Oh mein Gott, war ich froh, dass wir heile waren. Noch am Anfang unseres Schnorchelns hatten Kristina und ich uns so sehr darüber gefreut, einer Qualle aus der Nähe beim Schwimmen zuzuschauen.


Nach insgesamt 4 Stunden mussten wir das Schnorchelequipment wieder abgeben. Wir stärkten uns ein wenig und gingen dann zurück zum Strand, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen...leider waren wir etwas spät, aber egal, schön war es trotzdem.


12.05.
Am nächsten Morgen checkten wir aus. Wir packten unsere Sachen in den Lockerroom und hofften auf einen Lift oder auf gutes Wetter, um am Strand zu schlafen. Eine weitere Hostelnacht war uns einfach zu teuer.

Dann gings zum Strand, heute wollten wir einfach nur in der Sonne bruzeln =)
Wir nahmen Christian mit, der aber die meiste Zeit zum Schnorcheln im Wasser verschwand. Leider ließ uns die Sonne im Stich...sooo warm war es einfach nicht mehr. Wir entschieden uns für Hostel und Kaffee trinken =).

Zusammen mit Christian, Sean und dem Engländer Stuart gingen wir gegen frühen Abend wieder zum Strand. Heute wollten wir den Sonnenuntergang mal von Anfang an sehen.
Aus der ganzen Angelegenheit wurde ein Lagerfeuer aus dem verschiedensten Gestrüpp und ein richtig schöner Abend.



Es hüpfte sogar ein Kanguru hinter uns entlang und aus der Ferne konnte man jemanden Gitarre spielen hören.

Irgendwann beschlossen Kristina und ich, den Gitarrenspieler zu holen, denn die Lagerfeuer-Stimmung war perfekt, aber mit einem Gitarrenspieler einfach unbezahlbar :D
Wir zogen also los. Die Gitarrengeräusche kamen zwar näher, aber es war weit. Wir mussten sogar eine Mauer erklimmen und dann leider feststellen, dass der Gitarrenspieler zum Equipment des einzigen Pubs in der Stadt gehörte...Schade.

Von Christian mussten wir uns an diesem Abend leider schon wieder verabschieden und aus dem "Am-Strand-schlafen" wurde leider auch nix. Es sah sehr nach Regen aus. Aber wenn man auch einfach so illegal im Zimmer von Sean schlafen kann, dann ist das natürlich auch nicht schlecht.

13.05.
Der nächste Tag war regnerisch und wir verbrachten die meiste Zeit in Seans Zimmer und schauten Filme. Endlich hatten wir auch Aussicht auf einen Lift. Da gab es eine Frau, die am nächsten Tag Richtung Perth wollte. Wir waren also guter Dinge.
Leider sagte sie dann doch ab und für uns hieß das Plan B: Trampen. Am nächsten Tag in der Früh sollte es losgehen...aber erstmal weiter gemütlich Filme schauen =)
Und wie es so sein mussten, schauten wir "Woolfscreek" einen Aussifilm über einen Backpackermörder aus Australien...man, wie wir uns aufs Trampen freuten.

Am Abend setzten wir uns mit Stu und Sean in die Hostelbar. Als Kristina und ich Wein bestellten, wurden wir nach unserer Zimmernummer gefragt. Öhm...wir probierten es mit unserer alten Nummer und erklärten irgendetwas von "gerade ausgecheckt"...letztendlich lief es darauf hinaus, dass wir unsere Namen und Unterschriften hinterlassen mussten und Stu für uns den Wein kaufte. Ich kam mir vor wie eine 13 Jährige, die das erste Mal an einem Wein nippen darf.


Als Kristina kurz weg war, faselte Sean etwas davon, dass er schon ein paar Tage früher wieder zurück nach Perth fahren könnte und uns auf einen Roadtrip mitnehmen würde. Ich schaute ihn nur wie ein Auto an, weil ich mir nicht sicher war, ob ich ihn richtig verstanden hatte. Er war Neuseeländer und der Kiwislang war nicht immer meine Stärke. Später erzählte ich Kristina, was er gesagt hatte und fragte ihn später auch nochmal...tatsächlich, er wollte uns mit nach Perth nehmen und uns auf dem Weg alles zeigen...das war nun wirklich perfekt...und hieß, dass wir nicht mehr trampen mussten :)

Auch diese Nacht nächtigten wir wieder illegal im Hostel:)

14.05.
Der nächste Tag war wieder verregnet. Die Jungs waren beim Tauchen und
Kristina und ich verbrachten den ganzen Tag mit Filmgucken in Seans Auto, Keksen und Kaffee. Am Nachmittag kamen Stuart und Sean zurück. Wir packten alle Sachen ins Auto und starteten unseren Roadtrip =)

Dieser Roadtrip hatte ein etwas anderen Standard als den, den ich gewohnt war. Das Auto war groß, luxuriös und gerade mal 5 Monate alt, perfekter konnte es einfach nicht laufen ;)

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