Freitag, 11. Februar 2011

11.01.-12.01.2011 Kangaroo Valley

So, wo geht’s als nächstes hin? Kangaroo Valley hört sich doch ganz interessant und nach Kängurus an....juhu!

Kangaroo Valley ist nach allen Seiten dicht mit Regenwald umgeben. Den Eingang ins Tal bildet die aus Sandstein und Stahl errichtete „Hamden Bridge“ aus dem Jahr 1898 (Nicht ganz so spektakulär wie die Fotos aus dem Lonely Planet oder Internet zeigen).


Der Campingplatz war riesig, umsonst und direkt an einem See. Sehr zum Erfreuen von Guillaume, der sich schon seit Ewigkeiten aufs Angeln freute.
Er versuchte mal wieder vergeblich, einen Fisch zu fangen und schob es auf das Wasser.

Nach dem Essen wurde wieder Karten gespielt. Wir spielten jeden Tag „Presidant“. Plötzlich wuselte irgend etwas an unserem Zelt herum (es war schon dämmrig):
Was ist das? Ah, ein Riesenmeerschwein, … zwei Riesenmeerschweine...ok, zwei Wombats.
Wow, sind die groß! Damit hatten wir nicht gerechnet. (Tut mir leid Tine, aber das schließt leider aus, dass ich dir und all den anderen ein Wombat mitbringen kann)

Nichts wie hinterher, Fotos schießen und Elvira rauslassen! Wombats sind im ersten Moment sehr scheu, aber nach ein paar Minuten hinter ihnen her schleichen, konnte ich sie endlich kurz streicheln. Und wenn sie einen so angucken, dann sind sie doch echt goldig und man möchte sie in die Hosentasche stecken und mitnehmen.



Bei unserem traditionellen „Vorm Schlafen nochmal zur Sicherheit aufs Klo“-Gang sahen wir überall große Schatten im Gras..Wombats...und die waren plötzlich einfach überall...so viel zu „Kangaroo“ Valley!

10.01.-11.01.2011 North Head

Coco und ich waren nach den ganzen nassen Strapazen eigentlich der festen Überzeugung, nun auch die nächsten Tage in einem Hostel und trockenem Bett zu verbringen. Die Jungs waren da anderer Meinung. Also gings wieder auf die Suche nach einem schönen Ort und einem Campingplatz.

Auf der Fahrt regnete es wieder und Coco und mir graute es schon vor der nächsten Nacht. Wir sind im australischen Sommer, kann bitte jemand den Regen abstellen?

Der Campingplatz war in einem Wald versteckt an einem Strand und hieß North Head. Auch wenn es wieder nur ein Plumpsklo gab, so war er gepflegt und sah irgendwie ganz „wohnlich“ aus...und plötzlich hörte auf mit regnen.

Antoine ging wieder einmal durch seinen Tatendrang gepackt mehrere Meter am Strand spazieren und kam mit einem Ball, den er gefunden hatte, zurück. Wir spielten so lange am Strand bis uns trotz schlechtem Wetter so warm wurde, dass Coco und ich letztendlich sogar noch im Meer gelandet sind.


 

Nach einem Lagerfeuer (neben dem der Schlafsack fertig trocknete) gings in die Heia...mit furchtbar nach Rauch riechendem Schlafsack (ja, prima Idee).

Morgens gabs wieder ein Feuerchen und dadurch knuspriges Toast.
 


Dann ging es „Ausblick“-gucken: Ein wunderschöner Ausblick von den Klippen aus auf den Blackbeach und andere kleine Strände.
Auf dem Rückweg sahen wir plötzlich einen Lizard. Aber dabei handelte es sich nicht um so eine kleine niedliche Eidechse, die jetzt jeder im Kopf hat, sondern um ein 2 Meter langes Tier!!! Und genau dieser war auf dem Weg Richtung Frühstückstoast.


Diese Art Lizard kann in der Nähe ganz schön gefährlich werden, aber wer will schon in deren Nähe sein?

09.01.-10.01.2011 Youth Hostel Bateman Bay


Wir fuhren zu einem Informationscenter. Die nette Dame dort telefonierte für uns hin und her und letztendlich gab es noch einen freien Platz im ca. 80km entfernten Batemans Bay.

Das Hostel war eine Art Caravan-Park und wir bekamen unseren eigenen „Carbin“ mit 5 Betten und Klo, das „Familia-House“ :).

Schon beim ersten Anblick der Betten war allen klar, dass vor allem anderen erstmal ein Powernapping folgte. Nachdem wir aufwachten war es für für die dringende Laundry schon zu spät (das kleine Zelt war nass und voll mit Schlamm). Wir hangen alles nasses draußen auf, auch wenn es wohl bis zum nächsten Tag trotz Regenplane niemals trocknen würde.

Nach einem Kilo Reis und ein wenig fern gucken (nach Ewigkeiten mal wieder Fernsehen) gings zurück ins Bett schlafen. Schon erschreckend die Nachrichten im Fernsehen. Zum ersten mal sahen wir das überflutete Queensland und waren froh, dass es hier doch "nur" regnete.


Am nächsten Morgen mussten wir wie bei jedem Hostel 10 Uhr auschecken. Danach machten wir uns im Laundryroom breit und wuschen all unsere Sachen. Danach sollte es ein Riesenfrühstück in der Gemeinschaftsküche geben. Doch schon beim Vorbereiten wurden wir quasi aus dem Hostel raus gekehrt. Was uns denn einfallen würde, schließlich hätten wir ja schon ausgecheckt und müssten längst fort sein. Na vielen Dank!


Wir hatten keine Zeit mehr, unsere Wäsche zu trocknen und nahmen alles in einem großen Sack mit. Ein abgespecktes Frühstück gabs in der Laundry im nächsten Ort während wir auf unsere Sachen im Trockner warteten.

08.01.-09.01.2011 Boderee Nationalpark


Heute stand „legal im Nationalpark schlafen“ auf dem nichtvorhandenen Plan.

Wir fanden uns gegen frühen Abend im Boderee Nationalpark wieder. Das Büro hatte schon geschlossen und so konnten wir nur für den Van am Parkscheinautomaten zahlen...wieder also mal illegal hier.

Schön sah es hier aus und es gab Wallabis, die überall über den Weg sprangen. Ein guter Platz, vielleicht bleiben wir ja hier ein paar Tage länger.

Es war nicht erlaubt, das Auto direkt mit zum Zeltplatz zu nehmen. Wir schleppten also all unseren Kram mehrere Meter. Darunter auch Essbares, denn es sollte heute french Crêpe geben.

Das Crepe-machen war natürlich Franzosensache und Coco und ich hatten die ehrenvolle Aufgabe, die Taschenlampe zu halten.

Plötzlich kam jemand mit einer Schlange um den Hals gewickelt direkt auf uns zu. Aaah, was soll das? Die Schlange war harmlos und wurde ein paar Meter neben unserem Zelten gefunden....ja schön! Da freut man sich doch und fragt sich, was hier wohl noch alles so rumhängt.

Diese Frage beantwortete sich als Coco und ich wie so oft vorm Schlafen gehen nochmal zusammen aufs Klo gingen. Es war stockduster und während Coco mit der Taschenlampe voranschritt, versteckte ich mich hinter ihr.
Auf dem Weg zurück zum Klo wär ich aber am liebsten auf Cocos Arm gesprungen. Mitten im Weg stand ein kleines Tier und starrte uns hypnotisierend an. Da standen wir nun zu dritt angewurzelt. Was ist das? ... ein australisches Possum.

Der Himmel war nur so übersät von Sternen. Hier in Australien sieht der Sternenhimmel komplett anders aus. @Tabea: Leider kein Edederseepfeil :(
Es gibt soviel mehr Sterne und manchmal möchte ich einfach nur stehenbleiben und den Kopf gar nicht mehr runter nehmen :)
Sternschnuppen haben wir auch schon viele gesehen. Oder sagen wir Coco viele und ich vielleicht 1 oder 2.

Auf jeden Fall sah der Himmel so wolkenlos einfach großartig aus. Das sollte am nächsten Tag also ein hervorragenden Badetag geben :)

Mitten in der Nacht wachte ich auf, weil ich aufs Klo musste:
Es regnete...es regnete? Wie konnte das sein? Meine Motivation aufzustehen war im Keller. „Ok, ich warte bis es aufhört und dann geh ich.“ 2 Stunden später gab ich das Warten auf. Klitschnass und mit einem Hals kam ich wieder...warum konnte es denn jetzt bitte regnen?

Auch die restlichen Stunden der Nacht hörte es einfach nicht auf. Es regnete und regnete...und es blitzte. Einmal so heftig, dass alles erleuchtete und es aussah, als wenn der Blitz direkt in Cocos Kopf einschlagen würde als wir gerade miteinander redeten.
Man hatte das Gefühl, als hätte der Blitz 2 Meter neben unserem Zelt eingeschlagen und ein riesengroßes Einschlagloch hinterlassen.

Langsam bzw. nach 6 Stunden Regen zog die Feuchte in unser Zelt und wir quetschten uns in die Mitte, damit wir die Zeltwand nicht berühren mussten. Irgendwann half einfach alles nichts mehr: Die Schlafsäcke und Isomatten waren klamm und an vielen stellen nass.
Neben dem Zelt floss plötzlich ein reißender Bach und man hatte das Gefühl, in einem Wasserbett zu liegen, da er sich auch unter unserem Zelt weiter ausbreitete.

Ist man eigentlich bei einem Gewitter in einem Zelt sicher?
Plötzlich kam Antoine mit einer Riesenplane, um uns abzuholen. Sie waren schon längst ins Auto geflüchtet, da ihr Zelt ca. 15 Zentimeter unter Wasser stand (inkl. Schlafsäcken).
Im Auto machten wir uns über die übrig geblieben Crêpes her. Wir warteten bis der Regen schwächer wurde.

Der Regen wurde natürlich nicht schwächer und so stürmten wir los, um Zelt und alles andere zu holen. Oh wie schön, wenn so viel nasses im Auto ist und sich die Luft einfach feucht und eklig anfühlt.

So konnten wir natürlich keine weitere Nacht verbringen und mussten auf die teure Alternative „Hostel“ umsteigen. Aber im Nirgendwo so kurzfristig erstmal eins finden...

06.01.-08.01.2011 Kiama

Nach den „Three Sisters“ machten wir uns wieder in Richtung Strand und südliche Küste auf. Das war jetzt wirklich genug Zeit ohne Meer!
Wir kamen spät in Kiama an, einem Ort, der direkt am Ufer liegt und mit guten Stränden und Surfspots gesegnet ist.
Am nächsten Morgen gings direkt ins Wasser. Die Strömung war so stark, dass Coco und ich richtig Angst bekamen. Also ab ans Ufer und in die Sonne gepackt.
Das ganze machte einen fix und alle ;) und so entschieden wir uns für ein Powenap.
Danach liefen wir den Strand entlang zum Stadtzentrum.


Am Strand waren dutzende von „Blue Bottlen“ angeschwemmt worden...hier sind wir also vor kurzer Zeit noch geschwommen!? Ahh! Die „Blue Bottle“ ist ein böses, kleines, quallenartiges Schwabbelteil mit einem langen Tentakel, welchen man besser nicht berühren sollte.

Pierre-Antoine und Antoine waren schon längst in der Stadt. Powernapping und Tatendrang passen ja schließlich nicht zusammen.
Wir trafen uns also in der Stadt und gingen zusammen in einen Pub.

Im Pub kamen plötzlich komisch angezogene Leute zu unserem Tisch, die uns Losnummern verkauften. Es sollte eine Tombola geben.
Pierre-Antoine war einer der glücklichen Gewinner. Er bekam ein ordentlich großes Paket voller Fleisch in den verschiedensten Variationen. Als Vegetarier vielleicht nicht gerader der beste Preis.
Coco und Antoine freuten sich aber umso mehr und nahmen es freiwillig.
Wir kauften viele leckere vegetarische Sachen und suchten ein freies BBQ im Park am Strand....und wieder war es köstlich.

Gut vom Wein angetrunken fanden wir uns bald darauf in einem anderen Pub wieder. Im Pub wurden dämliche rote Mützen verschenkt und so liefen wir kurze Zeit später natürlich auch damit rum. Wir lernten den einen oder anderen eingesessenen Australier kennen und hatten einen wirklich lustigen Abend.


Der Rückweg gestaltete sich etwas schwierig. Wir konnten im Dunkeln nicht am Strand über all die Steine und „Blue Bottle“ laufen und so mussten wir durch Gärten und hohes Gras zurück zum Parkplatz.

05.01.-06.01.2011 Jenolan Caves & Three Sisters


Auch heute wollten die Jungs wieder wandern...Ja sollen sie mal. Pierre-Antoine hatte auch keine Lust mehr und so schliefen wir einfach etwas länger und sammelten unsere Wanderer dann später an einem Aussichtspunkt wieder ein.

Weiter gings Richtung Jenolan Caves, die wir uns heute anschauen wollten.
Die Jenolan Caves entstanden vor mehr als 400 Millionen Jahren und sind eines der großflächigsten und komplexesten Kalksteinsysteme der Welt.

Wir rechneten aus, dass der Sprit bis dorthin locker reichen müsste, doch irgendwie zog sich der Weg dann doch ganz schön. Es war also äußerst notwendig, dass wir in den nächsten 50km eine Tankstelle auftreiben sollten, aber das sollte ja machbar sein.

Pustekuchen. Die Höhlen waren weit, weit oben und es ging kilometerweise bergauf.
Das machte aus den 50km Reichweite natürlich etwas weniger. Wir hofften, dass uns die letzten Tropfen noch ans Ziel brachten, und dieses uns dann mit einer Tankstelle begrüßt....und wir nicht mitten auf dieser kleinen, engen Straße mit steilem Abhang stehenblieben. Es klappte und etwas erleichtert stapften wir aus dem Auto...doch wo ist bitte die Tankstelle? Na gut, darüber machen wir uns mal später Gedanken.

Hier waren wir nun...bei den Kalksteinhöhlen. Um günstigeren Eintritt zu bekommen, stellten wir uns als Familie vor. Die Kassiererin lächelte freundlich und zog uns dann den vollen Preis ab.

Bis es Zeit für die Haupttour war, hatten wir noch ein wenig Luft für eine Selbst-Guided-Tour. So liefen wir also mit lustigen Telefonen (oder Tennisschläger) durch die Gegend und lauschten dem einen oder anderem Beitrag über die Höhlen während wir uns die dazu passenden Objekte anguckten.


Der erste Eindruck war schon mal großartig.

Die Haupttour war klasse. Unser Guide erklärte und zeigte uns die Unterschiede zwischen Stalaktiten und Stalagmiten und gab uns viele, viele weitere Informationen zu den Höhlen. Die Tour dauerte ca. 2 Stunden und wir bekamen allmählich richtig Hunger. Der Magen knurrte und plötzlich wurde aus einem Stalaktit Eiscreme und aus anderem Kalkobjekten ein saftiges Kotelett!
Eiscreme

Kotelet
Zu der Zeit wollten wir so ziemlich alles anfassen, ablecken und abreißen. (Anfassen der Wände war strengstens verboten, da eine Reaktion mit Fett sofort dafür sorgt, dass sich der Kalk zurück bildet...wir mussten uns also zurück halten)

Zum Schluss kam das Highlight. Es ging noch weiter nach unten, wo es ein kleines Flüsschen gab. Als ich unten ankam, fand ich allerdings nur Schnee vor. Das Wasser war so klar, dass es wie eine optische Täuschung im Kalk wirkte. Es sah aus wie Schnee. Auch die Tiefe war nicht erkennbar. Während unser einer vielleicht 10 Zentimeter vermutete, so war es in Wirklichkeit ca. 1 Meter.
Sehr beeindruckend, der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Am Ende der Tour fragten wir unseren Höhlenprofi noch schnell, wo wir denn die nächste Tankstelle finden könnten. Wir hatten noch ca. 20km Reichweite und er meinte, dass wir das auf jeden Fall schaffen könnten. Und wenn nicht, dann seien die Anwohner auf dem Weg stets auf so etwas vorbereitet und sehr hilfsbereit.

Einziges Problem: Es ging weiter nur bergauf und von den freundlichen, hilfsbereiten Menschen geschweige denn Anwohnern war keine Spur.

Der Van machte bergauf äußerst komische Geräusche und die Ruckler erfolgten in immer wenigen Abständen. Wenn es bergab ging war es ok und so folgten wir mit großer Spannung dem Straßenverlauf, in der Hoffnung, bald am Ziel zu sein.

Es hat nicht sollen sein, aber plötzlich machte der Van schlapp und wir standen nichtswissend mitten im Nirgendwo.

Coco und ich zogen mit unserem Kanister (den wir noch nie reservehalber vollgetankt hatten) los, um die freundlichen Anwohner zu suchen.

Plötzlich hielt jemand an und fragte, ob er uns helfen könne. Wir erklärten ihm unser Problem und er faselte etwas von: Wenn ihr keine Angst vor mir habt, dann kann ich euch in die Stadt mitnehmen. Er sah aus wie Hulg Holgen, was uns in der Tat Angst einjagte! Öhm...




Sein Auto war voller Krimskrams und ich nahm hinten auf einer Werkzeugkiste Platz. Die Fenster waren so dreckig, dass man keine Chance hatte, auch nur ein bisschen nach draußen zu schauen.
Wir kamen an unserem Van vorbei, stiegen aus und tauschten mit Antoine, der dann mit Hulg Holgen und dem Kanister in die nächste Stadt fuhr.

Eine halbe Stunde kam er mit dem Mann und einem vollem Kanister zurück. Doch ein sehr, sehr netter Australier...und es konnte weitergehen.

Plötzlich sahen wir auf der Straße einen riesengroßen, gehenden Stein. Ein Wombat? Coco und ich freuten uns riesig, schließlich wollten wir nach Tasmanien dann doch gern mal einen Lebenden finden. Wir sahen ihn leider nur noch von hinten wie er weg flitze. Aber immerhin, nun war es ein Tier weniger auf unserer Liste.

Was das Schlafen anbetrifft: Wir waren irgendwann alle so müde, dass wir beschlossen, einfach im Feld zu übernachten. Wir fanden einfach nichts besseres. Es war die gruseligste Nacht überhaupt. Die Geräusche hielten uns wach. Es hörte sich an, als würden Riesenbestien direkt an unserem Zelt kratzen und nach Frischfleich verlangen.

Wir hatten die Nacht überstanden und pünktlich um 8 kam der zum Feld gehörender Farmer, der etwas verdutzt drein schaute, als er uns sah. Oops.
Er war aber so nett und meinte, er wolle nur kurz nach dem Wasser schauen. Camper sei er gewohnt und das sei schon in Ordnung. Oh ich mag Australier, sie sind einfach immer nett.

Nach ein paar Toasts und Aufräumen führten wir unsere Tour weiter. Heute standen die „Three Sisters“ auf dem Plan.

Die „Three Sisters“ sind eine beeindruckende Felsformation im historischem Katoomba.

Der Legende zufolge ließ ein Zauberer 3 Schwestern zu Stein erstarren, um sie vor ungewollten Annäherungsversuchen dreier junger Männer zu schützen. Noch bevor er die Schwestern wieder zurück verwandeln konnte, segnete er leider das Zeitliche.

04.01.-05.01.2011 Blue Mountains Nirgendwo Nr.2



Am nächsten Morgen hieß es für die Jungs wandern. Sollen die ruhig mal, Coco und ich freuten uns auf unseren gemeinsamen Tag. Wir wollten endlich mal wieder ins Internet und Blog schreiben, alle Geräte aufladen und einfach einen entspannen Tag machen...Und wir hatten den Familia-Van, ganz für uns allein :)

Wir fuhren zur Library. Diese war so winzig, dass wir mit unserer Mehrfachsteckdose und all den vielen Geräten natürlich sofort auffielen. Ganz vorsichtig fragten wir nach einem Computer und mussten auf diesen ca. 2 Stunden warten....grrr, wo sind wir denn hier gelandet?
Als die Blbliothek wieder zu machte, hatten wir natürlich wieder so gut wie gar nichts erledigt. So ist es einfach immer.

Etwas betröppelt gings also weiter.
Wir mussten noch einkaufen (erledigten wir), Wasser auffüllen (Erledigten wir...Wasser von der Tankstelle, yammi) und vielleicht mal duschen? Die Haare sahen zumindest langsam so aus, als könnten sie dringend eine Dusche gebrauchen. Doch wo eine finden?

Wir fanden uns letztendlich in der Tankstelle wieder. Wir fragten nach dem Toilettenschlüssel und bekamen ihn inklusive eines 1 Meter großen Anhängers...na super, wie auffällig.

Das Waschbecken war gefühlte 5 Zentimeter breit. Da ich mir aber am Flughafen schon einmal mit Handseife im Waschbecken die Haare gewaschen hatte, war ich geübt.

Nach ein paar Auas und Dongs hatten wir sowas ähnliches wie gewaschene Haare. Mit Handtuch überm Kopf brachten wir den Schlüssel zurück...ganz unauffällig.

Wir fuhren zum Campingplatz, den wir mit den Jungs abmachten, bauten die Zelte auf und richteten uns ein. Nun hatten wir Zeit für ein Weinchen und Entspannung.


Und da waren die Jungs auch schon. Irgendwie schade, denn wir hatten gehofft, den ganzen Tag für uns zu haben. Die Jungs waren allerdings sehr froh und sahen fertig aus. Besonders Pierre-Antoine, der beim Laufen fast umgekippt ist.

Zum Campingplatz kann man nur sagen, dass dieser gepflegter und besser aussah, auch wenn wir es hier auch nur wieder mit einem Plumpsklo zu tun hatten.

03.01.-04.01. 2011 Blue Mountains Nirgendwo Nr.1



Nicht weit von Sydney entfernt fanden wir uns in den Blue Mountains, den blauen Bergen wieder. Blaue Berge deshalb, weil sie von einem blauen Dunst bzw. feinem Ölnebel eingehüllt sind, den die vielen Eukalyptusbäume absondern.


In der Schluchtenlandschaft gibt es viele Wanderwege durchs Buschland und eine atemberaubende Landschaft, die von vielen Aussichtspunkten zu genießen ist.
Einziger Nachteil: Während man am Strand an der Ostküste schwitzt, ist in Katakoomba frieren angesagt :(

Antoine und sein Tatendrang wollten natürlich unbedingt die Blue Mountains sehen und dort wandern...ja wandern...ist das schön. Coco und ich waren da irgendwie anderer Meinung und freuten uns schon auf einen gemeinsamen Mädelstag allein...juhu!

In den Blue Mountains gibt es ein paar Zeltplätze...meist "wild" ohne alles. Eine Dusche gibt es natürlich nicht. Wenn es gut läuft hat man ein Plumpsklo.

Erschreckender Weise mussten wir nach kurzer Zeit feststellen, dass im Gras viele kleine springende (!) Blutegel waren. IGITT! Besonders beliebt war Pierre-Antoine. Zum Schluss liefen wir alle nur noch wie Steve Urkle mit hochgezogeen Socken herum.

So gings dann auch auf Holzsuche...ein Lagerfeuer sollte es geben, es war ja schließlich kalt und außerdem konnten wir so die Blutegel etwas fernhalten.


Freitag, 4. Februar 2011

01.-03.01.2011 ?

Die schlafplatzsuche erwies sich mal wieder als äußerst schwierig und so kamen wir erst in der dunkelheit auf einem parkplatz an. hier zelteten viele. es schien also bekannt zu sein und es war umsonst.
coco und ich wachten wieder einmal mit großem hunger auf. die jungs waren ohne frühstück schon an den strand gegangen und wir fragten uns (was wir eigentlich die ganze zeit taten), wie man das essen vergessen kann!
für coco und mich natürlich unmöglich! so kam es oft vor, dass wir wenn wir mal ein kleines päuschen machten und gerade niemand außer uns am van war, uns schnell ein brot machten...unauffälligst.
in nimbim zum beispiel warteten wir im van als die jungs zelte etc. aufbauten (wir waren ja illegal und durften nicht gesehen werden)...schnell gabs also ein brot mit käse...brot und schablettenkäse sind allerdings so furztrocken, dass man das nicht ganz so schnell runterbekommt. die jungs kamen zurück und wir kauten was das zeug hält...ende war schluck- und lachkrampf inkl. erstickungsgefahr!

jedenfalls waren coco&ich immer hungrig. frühstück vorm sonnenbaden musste also sein! der ganze platz war eine art anlage mit volleyballnetzen, bistro, usw.
also schnell ins bistro...getostete sandwichscheiben mit geschmolzenem käse und nen ordentlichen kaffee...so fängt man den tag an :)
dann gings zum meer: ... ah kalt! hier war das tasmanische meer, nicht mehr der pazifische ozean, und das ist kälter, viel kälter! also nix wie in die sonne und knuspern.

da wir nach silvester alle etwas erledigt waren, blieben wir ausnahmsweise mal für 2 nächte hier. wir vertreibten uns die zeit mit baden, karten spielen und schlafen...und nochmal schlafen :)

31.10.2010 + 01.01.2011 Silvester in Sydney

ins parkhaus kamen wir nur rein, weil wir dem Security versichterten, dass wir nicht drin schlafen würden...wer braucht an Silvester schon Schlaf?

wir parkten ganz unten und staunten nicht schlecht, als wir all die alten autos sahen: bullis, combis und limousinen! wir probierten, die türen zu öffnen und siehe da: es funktionierte! hier hätten wir also nach einem auto suchen müssen.
nun durften wir aber schon im "familia-van" mitreisen, was eh nicht mehr zu toppen war.

fertig zubereitet gings nach draußen...hier waren wir also: Kings Cross.

Kings Cross ist ein etwas dekatentes und "verdorbenes" viertel, etwas durcheinander, aber prima zum feiern. ich hab mich die ganze zeit gefragt, ob die frauen hier bevor sie weggehen in den spiegel schauen. egal, wie sie aussehen, sie quetschen sich in die kürzesten kleider. dazu gibts riesenabsätze und dann wird los getakelt. schön ist was anderes! meiner einer liebt flip flops!

zu erst trafen wir 2 weitere franzosen, die guillaume und pierre antionne vorher in melbourne kennengelernt hatten. so zogen wir also zu 7. weiter.
erst gings einkaufen, dann zur pizzeria und gut gefühlt zu einem park in der nähe der harbour bridge, wo wir aufs feuerwek warteten.
das feuerwerk auf der harbour bridge war klasse! klar dachte man zwar irgendwie, man ist in sydney und es müsste größer, lauter, explodierender sein, aber trotzdem war es einfach großartig. das schöne an australien ist, dass man hier nicht einfach wild umherbollern darf, hier ist keiner, der auch nur irgendwas in der hand hält. jeder genießt einfach das feuerwerk! schön!



leider konnte die alte fotomöhre von coco das feuerwerkt nicht ganz so gut festhalten :P

schon irgendwie komisch, dass man 10h früher ins neue jahr reinrutscht während man sich in D-land noch nicht einmal für eine party vorbereitet.

natürlich wollten wir auch noch das nachtleben von kings cross sehen und so schlenderten wir los. wir brauchten ca. 3h (!) bis alle eine einzige strasse entlang zu einem nachtclub schafften. da quatschte man mal hier und mal da mit jemandem, fuhr aus irgendeinem grund mit einem stehengelassenen einkaufswagen weiter oder setzte sich einfach hin, weil man eine pause vom "langen" weg brauchte...anstrengend!


coco&ich hatten richtig lust auf tanzen und waren froh, endlich im nachtclub zu sein.



leider erwies sich das tanzen als äußerst schwierig und nerven aufreibend. es war so viel bier auf der tanzfläche, dass alle, die flip flops an hatten, nur so vor sich hinklebten. mein tanzstil war also äußerst beeindruckend:)

irgendwann waren wir hundemüde, auch wenn wir noch am abend zuvor laut getönt hatten, diese nacht keinen schlaf zu brauchen.
da wir nicht im parkhaus übernachten durften, schliefen wir eben obendrauf! coco&ich schnappten uns unsere schlafsäcke und legten uns in den park direkt auf dem dach.

um uns alle wieder auf die beine zu bringen (der schlaflose Antionne war natürlich vorher schon in sydney unterwegs um sich alles anzuschauen) gingen wir in ein restaurant. es war neujahr und es durfte feierlich gespeist werden :)
fisch, salat, ... lecker!

da die jungs immer noch zu müde waren, bin ich aus sydney rausgefahren. das war das, was ich vorher nie machen wollte: in einer großstadt wie sydney autofahren. aber mit coco als copilot haben wirs voll gut gemeistert.

insgesamt ein wirklich großartiges silvester :)

30.-31.12.2010 irgendwo zwischen new Castle und Coffs Harbour

Da wir silvester unbedingt wieder in sydney sein wollten, der weg aber doch noch recht weit war, machten wir einen zwischenstop zum schlafen irgendwo zwischen New Castle und Coffs Harbour. Mittlerweile suchen wir auch immer brav die ganze gegend nach schildern mit "no camping" ab!
Hier war es legal, der strand schön und das zelt wie immer schnell aufgebaut.
am späteren abend tummelte sich plötzlich eine gruppe betrunkener jugendlicher um uns. einer der gruppe war irgendwo auf der strasse& schob ein großes rundes ding durch die gegend...irgendwie erfolglos.
sie erzählten uns geschätze 10 mal, dass sie aus dem outback kommen und nun ferien haben und urlaub machen. und das ding, was der typ so durch die gegend hin und her bewegte war ein "swag", eine mit zeltleinwand überzogene zusammenrollbare schlafmatratze, die gern im outback benutzt wird. das schmeißt man hin und rollt es aus. da ist man quasi weg, wenn man drin liegt und somit geschützt.
(wenn ihr mich fragt, dann sieht das eher aus wie ein zu groß geratener schlafsack mit erstickungsgefahr.

achja...und spinnenalarm direkt neben der dusche!

nicht ganz so klein, das ding!

29.-30.12.2010 Emerald Beach

Emerald Beach: wieder ein toller strand, wieder baden und sonne tanken (und wieder neben spinnen geschlafen)

Mittags gings nach einem ordentlichen sonnenbad ein wenig spazieren. denn unser "ich kann nicht einfach mal rumliegen, sondern muss immer was unternehmen-Antionne" hatte schon am morgen wie immer hummeln im arsch und war spazieren. dabei hat er viele kängurus gesehen...das wollte ich natürlich auch!


neben dem strand gabs hohe klippen. das wasser plätscherte nur so, was einem richtig angst einjagen konnte, aber es sah großartig aus.
also nix wie hoch da und kängurus sehen!

erst fanden wir nur einen haufen an küttel, aber später auch endlich kängurus.



ich schlich mich bis zu 2 meter ran, um ein gutes foto schießen zu koennen (sicherlich hat das nur deswegen geklappt, da ich meinen känguru-hüpfer perfektionierte und die mich praktisch gar nicht bemerken, sondern als ihresgleichen behandeln....(nein ich passe deswegen immer noch nicht in den beutel eines kängurus)

28.-29.12.2010 Nimbim

Nimbim ist ein kleiner, seltsamer Ort, der nach einem "aquarius festival" in den 70er Jahren uebrig geblieben ist. Es hat die aura eines sozialen experiments (mariuhana-konsum inklusive). man muss es einfach mal gesehen haben.

nimbim ist wie ein kleines hippiedorf mit einer kleinen hauptstrasse, in der einem alle mit einem breiten grinsen begegnen (hier hat so ziemlich jeder einen joint in der der hand!)





coco und ich haben uns die ganze zeit gefragt, wann denn endlich "cut" gerufen wird und das filmteam auftaucht, das fuer das ganze auftreten und die kulisse verantwortlich ist.
bei der ganzen atmosphäre dürfen natuerlich die viele schönen hippieläden mit pumphosen nicht fehlen. sehr zum erfreuen von coco, die sich gleich eine zulegte (mittlerweile ärger ich mich, dass ich es nicht tat!).

mal wieder hieß es schlafplatz finden, und umsonst sollte es wie immer sein. wir klingelten in gärten (schließlich sind die leute hier ja entspannt;) ) und fragten nach einem stellplatz auf dem feld, der strasse usw...und entschieden uns dann doch für einen kostenpflichtigen campingplatz. um geld zu sparen, pochten die jungs darauf, nur für 3 statt 5 zu zahlen und so waren coco und ich auch noch illegal hier. (kann man ja ruhig mal machen, wenn man kurz vorher erst 300 dollar strafe zahlen musste)

am naechsten morgen entschieden wir uns fuer ein richtig gutes fruehstueck, denn nach langem hatten wir endlich mal wieder eine küche. man muss dazu sagen, dass es sich hier leider nur um eine campingkueche handelt, die einfach widerlich war: tausende insekten, verklebte töpfe, verkrustetes besteck usw. man stumpft zwar ab, aber das ist nun vielleicht etwas zu viel, die leute sind wohl doch etwas zuuu entspannt.

(das rechts ist die kueche)
 
 

trotzdem: nach grobreinigung gabs gebratenen toast mit ei, yammy! und danach eine lange warme dusche

...dann verlaßen die franzosen und illegalen deutschen nimbim und all die grinsenden leute.

27.-28.12.2010 Byron Bay

man sagt, byron bay sei ein paradies mit einzigartigem flair. wir mussten also unbedingt auch dorthin.
es war schon spaet, so kümmersten wir uns erst einmal um einen schlafplatz. nach langem suchen, fanden wir einen parkplatz mit rasenflaeche und dem meer direkt gegenueber. wir gingen zum strand und angelten (man versuchte es), die jungs hatten sich bei k-markt (oh ich liebe k-markt :) ) eine kinderangel gekauft.
wie sich jeder vorstellen kann bestand dann das abendessen doch nur wieder aus pasta...wie eben alle anderen tage auch.

am naechsten morgen wurden wir von einem ranger geweckt...wie wir auf die idee kommen koennten, in einem nationalpark zu uebernachten. was nationalpark? der ranger zeigte uns das schild (direkt) neben unserem zelt.


..oops, war wohl etwas dunkel den abend. auf dem schild standen 300dollar strafe pro person...netterweise verteilte er die 300 auf uns alle, trotzdem aber ne ganz schoene stange geld :(!
wir verdrueckten uns also schnell und fuhren richtung strand, um eine dusche zu finden. sooo schoen ist byron bay gar nicht, die straende sind total ueberfuellt und auch sonst hat uns die beschriebene atmosphaere nicht wirklich gepackt, kann aber auch an dem ranger gelegen haben.
nach einer sehr, sehr dringend notwendigen laundry (wir bekamen eine riesige riesenmaschiene zum waschen) gings weiter nach nimbim.

26.-27.12.2010 Coffs Harbour

Weiter gings nach Coffs Harbour und direkt ins Meer.





leider war das wetter nicht mehr so goettlich und es regnete noch bevor wir aus dem wasser kamen. also schnell trocknen und dann ab ins zelt. vorher gings noch auf klo hinter einem baum (man stumpft hier nach kuerzester zeit voelligst ab!)
in unser 3mann-iglu-zelt (worauf wir uebrigens sehr stolz sind, da es bis jetzt prima haelt) passen sogar 5 leute. so spielten wir karten waehrend draußen die tropfen nur so fielen. das bloede am biertrinken im zelt ist, dass eine flasche auch schnell mal umfallen kann. so verbrachten wir diese nacht mit biergeruch...yammy!

25.-26.12.2010 Port Maquarie

unser erster gemeinsamer stop war port maquarie, eine nicht allzu bekannte stadt mit einer spektakulären landspitze, palmen, parks und laut lonely planet mit einer großen koalapopulation...juhuuuuu (ich werde bei kleintieren oder aehnlichen wuscheltieren immer wie elvira von bugs bunny und moechte alles anfassen =) )
aber da wir abends erst ankamen, musste ich noch auf den naechsten tag warten. erstmal suchten wir uns wieder ein nettes plaetzchen am strand und dann gings auf essenssuche.
port maquarie ist ja wirklich ganz schoen, aber die ganzen kakerlaken koennten auch weg! ueberall, wo man hin tritt, entwickelt sich ein kleiner dunkler fleck zu einem rasend schnell flitzenden ekelgefaehrt. bah!
unser hunger trieb uns in ein bistro. coco und ich bestellten chicken nuggets und pommes. ..ja...wat is dat lecker gewesen...schmeckte irgendwie alt, aber wenn man hunger hat...

am naechsten morgen wurde es im zelt so warm, dass ich nach draußen nur so fluechtete. keine ganz so gute idee, denn nach einer weiteren muetze schlaf musste ich feststellen, dass mein bettnachbar eine ziemlich fette und haarige riesenspinne war, aber das wird mir wohl in australien noch oefter passieren.

oft sind es die kleineren tiere, die dir weh tun koennen, da fragt man sich manchmal wirklich, was das soll? wozu braucht so ein kleines ding so viel gift? was macht es damit? es wird wohl kaum ein schwein vertilgen wollen...!
man kann schon am spinnennetz erkennen, ob die spinne gefaehrlich ist. findet man ein richtig "festes netz", also jenes, wo man so richtig schoen drin stecken bleibt (wenn ich sage stecken bleibt, dann meine ich das auch so, die netze in d-land sind ein pups dagegen!), dann hat das nichts mit der groesse zu tun. je fester das netz, desto gefaehrlicher ist die spinne und das kann auch eine ganz kleine sein.
nun aber genug von den spinnen, schließlich sind wir in port maquarie und da gibs ja koalas :)

nach dem fruehstueck gings also zu einem park mit vielen, vielen eukalyptusbaeumen und es hieß: "spot the koala" und der erste, der einen fand, bekam ein lecker kaltgetraenk spendiert. wir suchten und suchten. beim blick nach oben fiel uns aber die kinnlade runter, statt der wuscheligen grauen tierchen waren dort riesengroße flughunde...gefuehlte tausen! ... es war einfach alles schwarz. ohman...schnell weiter!



unser vieles herumlaufen wurde belohnt: coco fand den ersten koala (und auch einzigen) weit, weit oben im baum...und hier sollte es also hunderte geben? ... oder auch nicht? :(
zum glueck gabs noch das koala-krankenhaus und genau dort begaben wir uns bei triefender hitze hin. und hier waren sie: kleine koalas, große koalas, dicke koalas, duenne....ich war also gluecklich, jetzt standen nur noch wombats und große kängurus auf meiner liste.

23.12.-25.12.2010 New Castle

In New Castle trafen wir wieder die Franzosen pierre antionne und guillaume und Antionne, einen Kumpel, der sie fuer 4 Wochen in Australien besuchte.
Es war schon spaet, so saßen wir nur noch ein wenig am Strand und tranken einen Schluck Wein.
Campen war nicht wirklich gestattet und so entschieden wir uns, direkt am strand zu schlafen. Das ist erstens eh viel schoener und zweitens kann man dann schnell mit dem schlafsack weghoppeln, wenn wer kommt.
Da es sehr windig war und wir nicht unbedingt mit einem Sandgesicht aufwachen wollten, packten wir uns direkt an eine mauer, die uns schutz geben soll (hat auch großartig funktioniert :D, hinzu kam, dass wir mit der mauer auch eine schräge in kauf nehmen mussten. ich verbrachte also die halbe nacht damit, nicht den hang runterzurutschen.

Weihnachten, der 24.
plan war folgender: kurz zur library, um alle Geraete zu laden und dann zum supermarkt lecker essen fuer das festmahl kaufen.
ich weiß nicht mehr, wie viele stunden wir gebraucht haben, aber es waren einige.
die library hatte natuerlich geschlossen, wie sollte es auch anders sein. da mussten wir wohl "leider" alles in einer bar laden, mit dem netten nebeneffekt eines kuehlen bieres.



Auf dem weg zur bar kamen wir durch einen park, wo ein paar voellig durchgeknallt komisch, aber dennoch sehr nette leute ein freies bbq anboten....da sagt man ja nicht einfach nein, das waere ja unhoeflich :)
es war lecker! das ganze gegrillte schwein auf der rolle allerdings nichts fuer mich....bah

so brauchten wir insgesamt ca. 3-4 stunden, um zum supermarkt zu kommen (aus einem bier wurden 3)
im supermarkt gaben wir alles:Garnelen, chips, timtam (da komm ich spaeter nochmal drauf zu sprechen), wein und und und.
mit 6 leuten war das ganze auch noch recht guenstig. den vollgepackten einkaufswagen nahmen wir einfach mit, macht sich einfach besser und faehrt sich ganz gut.

Das bbq war der hammer.




bea's kleiner pocketadventskranz wurde natuerlich auch eingeweiht und angezuendet.


so kam trotz sommer doch weihnachtsstimmung auf. es war ein etwas anderes, aber dennoch schoenes weihnachten.

Am spaeteren abend begaben wir uns auf die suche nach einem pub und leben in der stadt, um den abend ausklingen zu lassen.
als wir endlich einen gefunden hatten, durften wir den selbigen auch gleich wieder verlassen, da er schließen wollte...(ist es etwa schon so spaet?)
die weitere suche handelte von links, nein rechts oder besser links bis wir letzendlich doch irgendwann wieder am bulli waren (wir haben mal wieder mehrere stunden dafuer gebraucht) und am strand auf auf den sonnenaufgang warten.
natuerlich hat auch das nicht wirklich geklappt, wir wurden etwas von der muedigkeit gequaelt und haben im schlafsack weiter "gewartet". es kann sich wohl jeder vorstellen, wies ausging...natuerlich ohne aufgang.

ca. 2 stunden spater sprangen wir wie von der tarantel gestochen aus den schlafsaecken, weil es einfach viel, viel zu warm war, so dass es schon auf der haut bitzelte. coco merkte es ca. 5 minuten später als ich und es war eine wonne, ihr dabei zuzusehen, wie sie sich völligst gequält aus dem schlafsack pellte.


Mandy, eine asiatin, die mit uns weihnachten gefeiert hat und ebenfalls mit den jungs mitreiste, reiste am morgen wider erwartens alleine weiter.
so waren ploetzlich wieder 2 plaetze frei und coco und ich konnten mitfahren. guuuut, dass wir uns vorher ein greyhoundbusticket gekauft hatten, um bis nach brisbane zu kommen. so ist das mit den plänen in australien...aber wir waren froh, denn mit dem bulli mitfahren zu koennen, bedeutete flexiblel zu sein und dort zu halten, wo man wollte, nicht wo der bus vorgab...:)

Frohe Weihnachten =)