26.04.-27.04. Kakadu Nationalpark
Nach einem Besuch im Museum verließen wir Darwin und machten uns auf den Weg zum Kakadu Nationalpark. Der Kakadu ist weit mehr als ein National Park und Lonely Planet versprach ein unvergessliches Erlebnis. Hier gibts Billabongs voller Krokodile und Vögel, 25 000 Jahre alte Felsmalereien und tosende Wasserfälle.
Wir wussten vorher, dass der Park teilweise durch Überflutungen geschlossen war, aber dass es wirklich fast gar nichts zu erkunden gab, war sehr frustrierend. Nicht mal die Wasserfälle konnten wir uns anschauen. Keine Chance...so verließen wir den Park nach einer Nacht recht schnell wieder. Schade.
27.04.-29.04. Litchfield National Park
Es ging zum nächsten National Park: Litchfield. Dieser ist vielleicht nicht so bekannt wieder der Kakadu, aber eigentlich noch besser und einer der schönsten Orte im Top End! Erst recht dann, wenn im Kakadu alles geschlossen ist.
Hier gibts Wasserfälle, die in ein kristallklares und krokodilfreies! Wasserbecken hineinstürzen, in dem man baden kann...ein Traum!
Termitenhügel, die wie Grabsteine aussehen und zur Temperaturregulierung perfekt auf die Nord-Süd-Achse gerichtet sind:
Bulley Rockhole. Hier fließt das Wasser durch einige Felsbecken, in denen man wunderbar schwimmen kann...herrlich!
Leider konnte ich alles nicht so richtig genießen, weil ich mich nicht wohl fühlte. Ich hatte Kopfweh und unglaubliche Zahnschmerzen. Die Nacht war die Hölle und ich hatte kaum noch Tabletten, die alles ein wenig linderten. Ich beschloss, am nächsten Tag zum Arzt zu gehen.
Ich war heilfroh, dass die Nacht irgendwann um war und fuhr ins Krankenhaus nach Batchelor (ca. 50 km), denn einen Zahnarzt gabs in der Umgebung natürlich nicht. Sie waren sehr nett dort, gaben mir Medizin, konnten mir aber ansonsten nicht weiterhelfen.
Durch die Schmerzmittel war es etwas besser und ich beschloss, es bis zur nächsten Stadt auszuhalten und keinen Stress zu machen...schließlich gab es hier so schöne Dinge, die ich noch sehen wollte.
Wie z.B. die Florence Falls. Der Wasserfall endet in einem tiefen Wasserbecken, welches vom Monsunwald umgeben ist:
29.04. -01. Mai Katherine
Mittlerweile war es Freitag und wir entschieden, heute nach Katherine zu fahren, um dort einen Zahnarzt aufzusuchen.
Wir kamen am Nachmittag an und ich fragte beim einzigen Zahnarzt der Stadt nach Hilfe. Die Frau war sehr unfreundlich und fragte mich, warum ich nicht angerufen hatte...öhm, weil man hier nirgends Empfang hat!? Dann sagte nur, dass ohne Termin hier gar nichts geht und ich am Dienstag wieder kommen könne. Dienstag? So lang konnte ich nicht warten, außerdem wollten wir weiter. Ich ließ mir die Nummer von einem Zahnarzt auf dem Weg geben und machte einen Termin für Montag in der nächsten Stadt, die ca. 550 km weit weg lag!
Danach gings zur Apotheke, Schmerzmittel kaufen.
Wir blieben erstmal in der Gegend und suchten uns einen Campingplatz
An einem wundervollen Wasserloch entspannten wir beinahe den ganzen Samstag. Wir spielten Karten, Pierre-Antoine Gitarre oder genossen einfach das das Wasser.
Außerdem lernten wir Elliot und Michael kennen, zwei Australier mit denen wir uns am Abend auf ein paar Bierchen in Katherines Gccorge verabredeten. Es war ein netter Abend und Pierre-Antoine lernte mir Gitarre spielen...bald konnte ich die ersten Töne von Tracey Chapman "Revolution"...mal sehen, wie lang ich mir das behalte :D
So nett es war, hier auf dem Campingplatz konnten wir nicht bleiben, es war einfach viel zu teuer. Also ging es für die Nacht irgendwo im Auto einfach am Straßenrand schlafen.
01.-02.Mai Kununurra
Am späten Nachmittag kamen wir in in Kununurra an, wo ich am nächsten Tag meinen Zahnarzttermin hatte. Wir schliefen auf einem kostenlosen Parkplatz. Ich weiß nicht, warum ich es zugelassen hatte, aber Pierre-Antoine schnitt mir die Haare....er meinte, dass er das könne, da er als Krankenpfleger manchmal älteren Frauen die Haare machen würde...naja, jetzt hab ich kurze und verdammt schiefe Haare. Wahrscheinlich achten die Omis im Krankenhaus nicht so darauf, aber ich seh furchtbar...Grr, aber irgendwie auch lustig =)
ich purzelte schon gegen 6 uhr ins Zelt und schlief in voller Vorfreude(!) auf den Zahnarzt ein.
Der Zahnarzt machte ein Röntgenbild und konnte nicht viel darauf erkennen. Er meinte, er könne mir nicht helfen, wenn ich nur einen Tag hier bleiben würde. Wenigstens verschrieb er mir auf Verdacht einer Entzündung unterm Zahn Antibiothika auf...Enttäuscht ging ich heraus, ich hatte gehofft, dass er das Ding einfach auf macht...oder irgendwas tut, um mir zu helfen :(...nun hab ich noch mehr Tabletten.
2.05.-3.05. Kununurra-Broome
Weiter gings Richtung Broome. Der frühere Perlenfischerort liegt in der Kimberley-Gegend. Hier gibts feuerrote Sonnenuntergänge und den weißen Pulversand des berühmten Cable Beach. Ich freute mich auf Broome.
Die Landschaft auf dem Weg dorthin war echt schön, aber es ging nur geradeaus, das war dann doch irgendwann doch etwas langweilig und anstrengend. .... aber ich liebe die Bäume =)
und ein paar Kühe auf der Straße brachten auch etwas Abwechslung:D
Abends kamen wir in Broome an.
Wir fuhren zum Cable Beach, wo wir auf dem Parkplatz mal wieder im Auto schliefen. Wieder eine schlaflose Nacht, das Antibiotika schien bisher einfach nicht zu helfen.