Dienstag, 14. Juni 2011

14.05. - 18.05. Trip Coral Bay - Perth

 
 

Da es schon Nachmittag war und wir nicht in der Dunkelheit fahren wollten (schließlich gibt es hier Kängurus, die einem in der Dämmerung mal gerne vor die Nase springen) war unser erster Stop bereits im 200km entfernten Carnavon, einer nicht wirklich aufregenden Stadt.

Erstmal gings Foodshoppen. Kristina und ich beschlossen, die Jungs als Dankeschön einzuladen und kauften alles für Wraps ein. Danach suchten wir ein Hostel und fanden auch ein sehr gemütliches. Kissen gab es hier allerdings nicht. Auf die Frage warum, sagte der Hostelbesitzer nur, dass er mal welche hatte, diese aber geklaut wurden...aha...wenigstens hatten wir ein Laken, welch ein Luxus!

Das Wrapessen outete sich als halbe Essenschlacht. Im Hostel gab es nämlich auch keine Teller oder Besteck und so nutzten wir den Tisch als Teller und unsere Hände als Messer und Gabel :D. Wir benahmen uns wie Kleinkinder und hatten definitiv unseren Spass.

Danach gesellten wir uns zu den anderen Hostelbewohnern mit denen wir dann auch in einen Pub gingen. Wow, hier "steppte der Bär"! Einmalig! Ironie lässt grüßen!
Wir hielten es nicht so lange aus :D

Am nächsten Morgen gings weiter zur Shark Bay.
Shark Bay ist ein mehr als 1500km langer Küstenstreifen mit weißen Sandstränden, feurig roten Klippen und türkisfarbenem Wasser.

Erster Stop hier war der Shell Beach, ein wunderschöner Strand aus winzigen Herzmuscheln.





Es war kalt, aber ich beschloss trotzdem, ins türkisfarbene Wasser zu gehen. Wir stürzten uns ins Wasser und ich erfror beinahe! Lange hielt ich es nicht aus.


Danach saßen wir noch für einen Moment am Wasser und beobachteten ein Filmteam. Wirklich professionell sah das ganze nicht aus :D.


Es wurde ein Ranger interviewt. In der Pause kam dieser zu uns und berichtete, wie unwohl er sich doch fühlen würde und dass die Fragen wie: Sind das Muscheln und besteht hier wirklich alles aus Muscheln" schon etwas komisch seien.

Viel Zeit hatten wir nicht mehr bis es dunkel wurde. Hier liegt alles wirklich sehr weit auseinander. Wir fuhren nach Monkey Mia.
Monkey Mia ist weltberühmt für seine wilden Delphine, die hier jeden Tag in der Früh im seichten Wasser zur Fütterung auftauchten. Die wollten wir natürlich sehen =)
Es ist keine Stadt, sondern ein Resort und kostete uns 28 Dollar für Übernachtung inkl. der Delphine, was völlig ok war. Außerdem hatten wir auch noch ein 6er Zimmer für uns allein.

Wir aßen Abendbrot (lecker Salat) und gingen dann mit Bier und Goon zum Strand, der quasi direkt vor der Tür lag.
Kaum am Strand angekommen, verspürten Kristina und ich unglaubliche Gelüste...wir brauchten etwas Süßes. Wir gingen zurück und mit Mühe kratzten wir unser Geld zusammen...und dann gab es Eis =). Das ganze dauerte eine Ewigkeit und die Jungs fragten sich schon, wo wir blieben...öhm, wo wir waren? öhm, wir haben uns verquatscht mit Jemanden :D...ja genau;)

Kristina und ich verfielen im Laufe des Abends des öfteren in mehreren Lachkrämpfe...hach tat das gut. Und wie schön der Abend war =) Sterne gucken, der Lifemusik vom Hotel lauschen und Weinchen trinken...perfekt!

Die Delphine am nächsten Morgen waren ein Traum! Wir dachten am Anfang, dass wir vielleicht gar nicht so viel sehen würden, weil es normalerweise von Touristen nur so wimmelt. Wir hatten Glück und standen direkt am Wasser. Die Delphine kamen und waren gerade mal ein Meter von uns entfernt, spielten miteinander, sprangen im Wasser herum oder schwammen einfach nur hin und her. Einmal sah es sogar so aus, als wurde uns ein Delphin direkt in die Augen gucken...wir waren mehr als begeistert!

 



Nach dem Frühstück gings direkt weiter Richtung Kalbarri National Park.
Der schöne Park umfasst mehr als 1000km^2 Buschland, fantastische Schluchten und dramatisch zerklüftete Klippen. Außerdem gibt es dort eine Art "natürliches Fenster", ein Felsbogen, der den Blick auf die Schluchten einrahmt.
Das wollen wir eigentlich unbedingt sehen, doch leider war die Straße dorthin wegen dem Wetter und Überflutungen gesperrt. Grr, den ganzen Weg mal wieder umsonst gefahren. So schade, und langsam kann ich schon gar nicht mehr mitzählen, was ich alles wegen Überflutungen und dem Wetter nicht sehen konnte :(

Hier aber trotzdem ein paar Fotos von Sean, dem Neuseeländer, der alles schon einmal gesehen hatte...dann siehts wenigstens so aus, als wär ich da gewesen;)



Wir machten einen kleinen Lunch-Stop im Ort Kalbarri, welcher an einem idyllischen Uferstreifen liegt. Und wieder konnten wir viele, viele Delphine sehen, diesmal aber aus der Ferne.


Bevor es dunkel wurde wollten wir wieder so weit wie möglich in die Nähe der Pinnacles kommen, die standen nämlich für den nächsten Tag auf unserem Plan. Wir kamen bis Cervantes, vielleicht war es auch Jurien, ich kann mich nicht mehr erinnern. Jedenfalls waren die Pinnacles nicht mehr weit entfernt.

Wir hielten an einer Tankstelle und fragten nach Übernachtungsmöglichkeiten. Wirklich viel gab es nicht und wir landeten in einem sehr komischen Anlage. Die Frau war aber sehr nett und verkaufte uns ein komplette Wohnung für 30 Dollar die Nacht. Am Anfang war es mir zu viel Geld, als ich dann aber die Wohnung sah, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Hier hätte man locker mit 10 Leuten nächtigen können...Jeder hatte sein eigenes Zimmer und es waren immer noch viele Betten übrig. Außerdem gabs eine grüße Küche, Ess- und Wohnzimmer...nicht schlecht =)




Wir kochten und entspannten uns dann auf der Couch...mal wieder mit Goon und Bier =)
Am nächsten Morgen schliefen wir erstmal aus. Die nette Dame, der alles gehörte, meinte, dass wir uns am nächsten Morgen keinen Stress machen sollten....Und das taten wir auch nicht. Gegen 12 kamen wir dann endlich mal los und fuhren zu den Pinnacles.

Die Pinnacles sind tausende von Kalksteinsäulen, die über eine goldene Wüsten-Mondlandschaft verstreut sind. Der kalkreiche Wüstensand besteht aus Muschelschalen, die durch den Regen zusammengepresst und dann abgetragen wurden.


 


Irgendwie sahen viele der Dinge wie Penise aus, besonders dieser hier:
:D


Vergeblich suchten wir nach Brüsten, damit auch die Jungs mal was zu sehen haben.

Das Wetter war nicht das beste und deswegen gings schnell weiter nach Lancelin, wo wir Sandborden wollten. Dort angekommen, fing es dann aber leider an zu regnen. Das wars dann wohl mit dem Sandboarden =(

Am späten Nachmittag kamen wir in Perth an, verabschiedeten Stuart am Bahnhof, säuberten das Auto und gingen einkaufen, um danach bei Sean zu kochen und völligst faul den Abend mit Film und Tim Tam auf der Couch zu verbringen.

Morgens kamen wir absolut nicht aus dem Bett, aber Sean musste zum Flughafen. Kristina und ich konnten aber trotzdem noch eine Weile bleiben, so verabschiedeten wir uns, frühstückten in Ruhe, räumten auf und nach einem weiteren Powernap machten wir uns dann doch endlich mal auf dem Weg...nur wohin bloß?...Erstmal irgendwie die Innenstadt finden und dann Internet.

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