Als wir auf der Farm ankamen, staunten wir nicht schlecht. So schlimm siehts hier gar nicht aus! Im Gegenteil, es war richtig gut.
Der Farmer begrüßte uns und war sehr, sehr nett. Auch die Backpacker, die schon da waren, machten einen voll netten Eindruck.
Eigentlich gingen wir davon aus, dass wir nun für die nächsten Wochen direkt vorm Feld im Zelt schlafen...so wie es auf der Blackberryfarm bei Melbourne eben auch war.
Aber nein, wir bekamen unseren eigenen Caravan mit Matratzen und einen Duschwagen nur für uns 3...ich war völligst „sprachlos“ damit hatte ich nun gar nicht gerechnet.
Wir mähten den Rasen und richteten uns ein...hier konnte man es gut aushalten :)
Arbeit
Am nächsten morgen gings raus aufs Feld. Guillaume hatte mir erzählt, ich müsste Bäume beschneiden und ich hatte mich schon auf harte Arbeit eingestellt. Stattdessen handelte es sich bei unsere Arbeit um das „thinning“. Wir müssten die Mandarinbäume von zu kleinen, zu vielen oder schlechten Früchten befreien, so dass die anderen Früchte besser wachsen konnten.
Man steht also einfach nur da, pflückt zu kleine grüne Mandarinen und schmeißt sie auf den Boden. Das schaff selbst ich mit links.
Und als wir dann nach der Arbeit auch noch aufs Boot eingeladen wurden, wusste ich, ich will hier nie wieder weg...der Hammer!
Freunde
Die anderen Backpacker waren zwei Franzosenpärchen. Martin&Angele und Emmanuelle und Julien.
Emmanuelle und Martin waren Geschwister und sie reisten alle zusammen. Am Anfang war es irgendwie nicht so leicht für mich. Ich war die einzige Deutsche und die anderen unterhielten sich meist auf französisch, da fühlt man sich natürlich plötzlich richtig allein. Als Guillaume mich dann auch noch auf Französisch vollquatschte, wars bei mir endgültig vorbei.
Das änderte sich aber sehr schnell, u.a. weil Sabrina kam, eine weitere Deutsche.
Sie machte schon das 2. Jahr Work&Travel. In ihrem ersten Jahr kam sie mit Ben, dem anderen Sohn des Farmes zusammen und besuchte ihn jetzt.
So war ich nicht mehr die einzige, die nichts verstand und bald redeten wir alle Englisch. Wir waren ein wirklich gutes Team und es machte Spaß, alle richtig kennenzulernen. Wir spielten viel Karten, kochten zusammen, gingen zum Boot und hatten jede Menge Spaß...natürlich arbeiteten wir auch;)
Nach 3 Wochen kam auch noch Milena, eine redebedürftige :P, sehr lustige Deutsche, die ich bald wiedertreffen sollte, um die Mitte Australiens zu erkunden.
Boot und Wasser
Das Hausboot war übrigens ein Traum! Es hatte 2 Etagen, Schlafzimmer und vorn eine große Liegefläche inkl. BBQ.
Hier lagen wir also in der Hitze und ruhten uns hier oft von der Arbeit aus. Das Wasser war durch die Überflutungen etwas eklig. Es hatte eine Rot-Braune Farbe, aber wenn man sich abkühlen will, will man sich eben abkühlen;)
Am ersten Tag auf dem Boot zeigte uns Robert erstmal, wo der Frosch die Locken hat und fuhr Singleski. Man stelle sich einen grauen Mann vor, der plötzlich auf einem einzelnen Brett mit 60kmh durchs Wasser düst und hier und da ein paar kleine Stunts zeigt. Früher war er Meister in mehreren Disziplinen und kann sogar auf einem stinknormalen Brett fahren! Ich war platt!
Später probierte ich mich im Kneeboard fahren. Man hängt im Wasser und wenn das Motorboot losgeht, muss man sich mit den Knien auf ein kleines Board ziehen und festschnallen. Dann kann man verschiedene Stunts machen.
Einmal hats mich so hingelegt, dass ich den Gurt nicht mehr aufbekommen habeund unter Wasser hang… ahhh Panik!
Zum Salto hab ichs natürlich nicht gebracht, aber immerhin einen 180° geschafft (beim 360° hats mich ebenfalls immer hingesemmelt)
Eines Tages sollte ich dann das Wakeboard ausprobieren. Ich hatte so Schiss, dass es mehrere Überredungskünste kostete, bis ich endlich mit dem Ding im Wasser lag. Der kleine Unterschied zur Wakeboardanlage in Deutschland ist, dass man direkt vom Wasser aus startet. Ich brauchte 3 Anläufe, dann stand ich plötzlich...aaaah...Ich war etwas stocksteif und traute mich gar nix, aber ich stand und das war ein tolles Gefühl!
Wenn es warm war verbrachten wir viel Zeit auf dem Boot. Einmal machten wir sogar BBQ und es gab lecker gerillten Paprika.
Ein anderes Mal waren wir nur zu 4: Sabrina, Martin, Guillaume und ich. An diesem Abend kam ich glaube ich sogar mit blauen Flecken zurück, da ich U.A. auf dem Stuhl sitzend inkl. Handtuch ins Wasser geschmissen wurde und durch einen nicht mehr aufhörenden Lachkrampf echt zu kämpfen hatte, alles über Wasser zu halten.
Heißes Wetter
Das Wetter war manchmal echt heiß. Besonders nach der Mittagspause hatte ich richtig mit der Arbeit zu kämpfen und das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Teilweise stiegen die Temperaturen auf über 40 Grad und wenn man dann 10 Stunden draußen in der knallen Hitze arbeitet (wenn auch es leichte Arbeit ist), dann wünscht man sich nichts mehr, als endlich wieder in das rot-braune Wasser zu springen und den Tag irgendwie zu überstehen. In der Nacht schlafen war auch nicht wirklich einfach, es war einfach viel zu heiß und man konnte sich nirgends anders außer in der klimatisierten Pausen-Küche aufhalten.
Eines Tages hats sogar meine Macbookbatterie erwischt. Nun hatte ich also weder Ladekabel noch eine Batterie...grrr
Spinnen und anderes Viehzeugs
Spinnen gabs hier natürlich so einige. Bei einigen Baum, musste man sich erstmal durch ein riesiges Spinnennetz kämpfen. Schön auch, wenn man so drin stecken bleibt, dass man es nicht zerreißen kann...das sind dann die besonders schönen, festen Spinnennetze.
Im Waschraum der Franzosen gabs sogar eine Redback-Mama, die uns am Ende noch Babys brachte. Redbacks sind gefährlich und man sollte sich besser nicht von denen beißen lassen!Lustig ist aber, dass das Männchen für das Weibchen zur Paarungszeit einen Tanz aufführen muss...gefällt es dem Weibchen nicht, dann frisst es das Männchen einfach auf)
Diese Spinne fanden wir auch in den Bäumen, unter unseren Stühlen und am Zelt wieder. Ist aber keinem etwas passiert.
Spinnen gabs wirklich in jeder Größe, wenn auch sie harmlos waren wie der Huntsman, so waren sie doch ganz schön eklig und angsteinflößend...besonders für Pierre-Antoine, der eine Spinnenfurbie hatte :D
Einmal schlängelte sich auch eine kleine Schlange vor der Küche. Schlau wie ich bin, hielt ich es für eine Babyschlange und lief trotzdem weiter Barfuß herum...Nach der Farmarbeit hab ich erfahren, dass sie nochmal gesehen und sofort getötet wurde, weil sie gefährlich war....ups.
Emma
Insgesamt waren 3 Hunde auf der Farm, Diesel, Pepper und Emma. Emma war einfach too Cute! Sie begleitete uns aufs Feld, rannte jedes Mal neben dem Auto her, sobald sie es sah und war einfach der beste und liebste Hund, den man sich vorstellen kann!
Extra-Arbeit
An einem Tag hatten wir richtig Glück. Robert hatte extra Arbeit für uns. Wir mussten alle Sprenkler kontrollieren. Das hieß: Sprenkler an und gucken, wo sich Löcher im Schlauch befinden...bei der Hintze natürlich eine Traumarbeit :)
Und Robert hatte noch mehr...Enthusiastisch, wie wir waren stimmten wir gerne zu. Kurze Zeit später bereuten wir unsere Entscheidung: Wir mussten aus großen Orangen-Kisten, die für O-Saft bestimmt waren alle Verschimmelten und Verfaulten herauslesen. Das war eklig! Die Hände juckten und waren teilweise voll mit Maden...bah! Ich glaube, ich habe mir danach mind. 10 Minuten die Hände gewaschen und selbst dann war der Gestank noch nicht weg...Nie wieder Orangensaft!!!
Wochenenden und Freizeit
Da man in Coligian nur einen einzigen völligst überteuerten „Generalstore“ hatte und weder Empfang noch Internet hatte, ging es am Wochenende meist nach Mildura. Hier war nicht wirklich viel los, aber fürs Einkaufen, ein bisschen weggehen und ein Bierchen war es prima und eine gute Abwechslung zum Nichts. Meist blieben wir über Nacht, da es ja doch nicht um die Ecke lag und schliefen im Van...manchmal auch zu 5 :)
Ansonsten vertrieben wir uns neben dem Baden die Zeit mit Kochen, Uno-Spielen, oder allem anderen, was man so auf einer Farm anstellen kann =)
Regen
Als wir nach Mildura/Colignan kamen war bereits vieles überschwemmt. Der Fluss hatte zu viel Wasser und vieles war nicht mehr zu erkennen (so z.B. der Nationalpark direkt neben der Farm...komplett unter Wasser)
Aber es sollte noch mehr regnen. Es erwischte uns mitten beim Arbeiten und hörte bis in die Nacht nicht mehr auf zu regnen. Ein kleines Boot war unter Wasser, viele Felder überflutet und die Straße nach Mildura wegen Zerstörung gesperrt.
Das einzig gute an den ganzen Überflutungen war die Juttour durch den Schlamm :) So ein Auto hat das Auspuffrohr oben statt unten und kann durchs Wasser fahren. Man, war das ein Spaß. Einmal blieben wir mitten in einem kleinen Teich stecken und brauchten bestimmt 10Minuten, um uns doch wieder vom Fleck zu bewegen. Das Auto sah aus wie die Sau und alles war voller Schlamm...die Fenster darf man aus Sicherheitsgründen nicht zu machen;)
End of work
Leider ging mein Plan nicht ganz auf. Ich wollte bis Mitte März hier auf der Farm arbeiten, doch am Ende waren wir so viele Leute und zu schnell, dass wir schon weit aus früher fertig wurden. Das war natürlich blöd, denn so hatte ich nicht genügend Geld und brauchte eine neue Arbeit. Außerdem wollte keiner die Farm so wirklich verlassen, es war einfach zu schön hier.
Wir fingen an, richtig langsam zu werden und machten die eine oder andere Extra-Pause, um das Ende wenigstens noch ein bisschen herauszuzögern.
Bald war die Arbeit vorbei und wir mussten gehen. Robert, der Farmer lud uns am letzten Tag noch zu einem großen BBQ-Abschiedsfrühstück bei sich ein. Es war großartig, aber alle waren ein wenig bedrückt, selbst Robert.
War eine so schöne Zeit, die ich bestimmt nicht vergessen werd!
Der Farmer begrüßte uns und war sehr, sehr nett. Auch die Backpacker, die schon da waren, machten einen voll netten Eindruck.
Eigentlich gingen wir davon aus, dass wir nun für die nächsten Wochen direkt vorm Feld im Zelt schlafen...so wie es auf der Blackberryfarm bei Melbourne eben auch war.
Aber nein, wir bekamen unseren eigenen Caravan mit Matratzen und einen Duschwagen nur für uns 3...ich war völligst „sprachlos“ damit hatte ich nun gar nicht gerechnet.
Wir mähten den Rasen und richteten uns ein...hier konnte man es gut aushalten :)
Am Abend kamen ein paar der anderen Backpacker und Sam, der Sohn des Farmers, vorbei. Dieser erzählte uns davon, dass sie mehrere Hausboote und Motorboote besitzen, die sie zum Teil sogar selbst bauen...ja, ja ist klar...bin ich hier etwa im Paradies gelandet?
| Robert, der Farmer (links) beim Bootbau |
Am nächsten morgen gings raus aufs Feld. Guillaume hatte mir erzählt, ich müsste Bäume beschneiden und ich hatte mich schon auf harte Arbeit eingestellt. Stattdessen handelte es sich bei unsere Arbeit um das „thinning“. Wir müssten die Mandarinbäume von zu kleinen, zu vielen oder schlechten Früchten befreien, so dass die anderen Früchte besser wachsen konnten.
Man steht also einfach nur da, pflückt zu kleine grüne Mandarinen und schmeißt sie auf den Boden. Das schaff selbst ich mit links.
Und als wir dann nach der Arbeit auch noch aufs Boot eingeladen wurden, wusste ich, ich will hier nie wieder weg...der Hammer!
Freunde
Die anderen Backpacker waren zwei Franzosenpärchen. Martin&Angele und Emmanuelle und Julien.
![]() | |
| Hinten Emmanuelle und Julien, Vorn Angele und Martin (links Freund zu Besuch) |
Emmanuelle und Martin waren Geschwister und sie reisten alle zusammen. Am Anfang war es irgendwie nicht so leicht für mich. Ich war die einzige Deutsche und die anderen unterhielten sich meist auf französisch, da fühlt man sich natürlich plötzlich richtig allein. Als Guillaume mich dann auch noch auf Französisch vollquatschte, wars bei mir endgültig vorbei.
Das änderte sich aber sehr schnell, u.a. weil Sabrina kam, eine weitere Deutsche.
Sie machte schon das 2. Jahr Work&Travel. In ihrem ersten Jahr kam sie mit Ben, dem anderen Sohn des Farmes zusammen und besuchte ihn jetzt.
So war ich nicht mehr die einzige, die nichts verstand und bald redeten wir alle Englisch. Wir waren ein wirklich gutes Team und es machte Spaß, alle richtig kennenzulernen. Wir spielten viel Karten, kochten zusammen, gingen zum Boot und hatten jede Menge Spaß...natürlich arbeiteten wir auch;)
Nach 3 Wochen kam auch noch Milena, eine redebedürftige :P, sehr lustige Deutsche, die ich bald wiedertreffen sollte, um die Mitte Australiens zu erkunden.
| Guillaume, Ich, Pierre-Antoine, Emmanuelle, Julien, Sabrina und Milena (Angele und Martin fehlen hier leider) |
Boot und Wasser
Das Hausboot war übrigens ein Traum! Es hatte 2 Etagen, Schlafzimmer und vorn eine große Liegefläche inkl. BBQ.
Hier lagen wir also in der Hitze und ruhten uns hier oft von der Arbeit aus. Das Wasser war durch die Überflutungen etwas eklig. Es hatte eine Rot-Braune Farbe, aber wenn man sich abkühlen will, will man sich eben abkühlen;)
Am ersten Tag auf dem Boot zeigte uns Robert erstmal, wo der Frosch die Locken hat und fuhr Singleski. Man stelle sich einen grauen Mann vor, der plötzlich auf einem einzelnen Brett mit 60kmh durchs Wasser düst und hier und da ein paar kleine Stunts zeigt. Früher war er Meister in mehreren Disziplinen und kann sogar auf einem stinknormalen Brett fahren! Ich war platt!
Später probierte ich mich im Kneeboard fahren. Man hängt im Wasser und wenn das Motorboot losgeht, muss man sich mit den Knien auf ein kleines Board ziehen und festschnallen. Dann kann man verschiedene Stunts machen.
Einmal hats mich so hingelegt, dass ich den Gurt nicht mehr aufbekommen habeund unter Wasser hang… ahhh Panik!
Zum Salto hab ichs natürlich nicht gebracht, aber immerhin einen 180° geschafft (beim 360° hats mich ebenfalls immer hingesemmelt)
Eines Tages sollte ich dann das Wakeboard ausprobieren. Ich hatte so Schiss, dass es mehrere Überredungskünste kostete, bis ich endlich mit dem Ding im Wasser lag. Der kleine Unterschied zur Wakeboardanlage in Deutschland ist, dass man direkt vom Wasser aus startet. Ich brauchte 3 Anläufe, dann stand ich plötzlich...aaaah...Ich war etwas stocksteif und traute mich gar nix, aber ich stand und das war ein tolles Gefühl!
Wenn es warm war verbrachten wir viel Zeit auf dem Boot. Einmal machten wir sogar BBQ und es gab lecker gerillten Paprika.
| BBQ |
| Bootsausflug mit Farmerssöhnen Sam und Ben |
Ein anderes Mal waren wir nur zu 4: Sabrina, Martin, Guillaume und ich. An diesem Abend kam ich glaube ich sogar mit blauen Flecken zurück, da ich U.A. auf dem Stuhl sitzend inkl. Handtuch ins Wasser geschmissen wurde und durch einen nicht mehr aufhörenden Lachkrampf echt zu kämpfen hatte, alles über Wasser zu halten.
Heißes Wetter
Das Wetter war manchmal echt heiß. Besonders nach der Mittagspause hatte ich richtig mit der Arbeit zu kämpfen und das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Teilweise stiegen die Temperaturen auf über 40 Grad und wenn man dann 10 Stunden draußen in der knallen Hitze arbeitet (wenn auch es leichte Arbeit ist), dann wünscht man sich nichts mehr, als endlich wieder in das rot-braune Wasser zu springen und den Tag irgendwie zu überstehen. In der Nacht schlafen war auch nicht wirklich einfach, es war einfach viel zu heiß und man konnte sich nirgends anders außer in der klimatisierten Pausen-Küche aufhalten.
Eines Tages hats sogar meine Macbookbatterie erwischt. Nun hatte ich also weder Ladekabel noch eine Batterie...grrr
Spinnen und anderes Viehzeugs
Spinnen gabs hier natürlich so einige. Bei einigen Baum, musste man sich erstmal durch ein riesiges Spinnennetz kämpfen. Schön auch, wenn man so drin stecken bleibt, dass man es nicht zerreißen kann...das sind dann die besonders schönen, festen Spinnennetze.
| Erfreulich, wenn eine der größeren Sorte im Blatt auf dich wartet ;) |
Im Waschraum der Franzosen gabs sogar eine Redback-Mama, die uns am Ende noch Babys brachte. Redbacks sind gefährlich und man sollte sich besser nicht von denen beißen lassen!Lustig ist aber, dass das Männchen für das Weibchen zur Paarungszeit einen Tanz aufführen muss...gefällt es dem Weibchen nicht, dann frisst es das Männchen einfach auf)
Diese Spinne fanden wir auch in den Bäumen, unter unseren Stühlen und am Zelt wieder. Ist aber keinem etwas passiert.
Spinnen gabs wirklich in jeder Größe, wenn auch sie harmlos waren wie der Huntsman, so waren sie doch ganz schön eklig und angsteinflößend...besonders für Pierre-Antoine, der eine Spinnenfurbie hatte :D
| Hier hats Emanuelle erwischt...Riesenhuntsmann direkt auf der Tür! |
Einmal schlängelte sich auch eine kleine Schlange vor der Küche. Schlau wie ich bin, hielt ich es für eine Babyschlange und lief trotzdem weiter Barfuß herum...Nach der Farmarbeit hab ich erfahren, dass sie nochmal gesehen und sofort getötet wurde, weil sie gefährlich war....ups.
| Moskitos und weiteres bei Nacht |
| Grashüpferplage |
Insgesamt waren 3 Hunde auf der Farm, Diesel, Pepper und Emma. Emma war einfach too Cute! Sie begleitete uns aufs Feld, rannte jedes Mal neben dem Auto her, sobald sie es sah und war einfach der beste und liebste Hund, den man sich vorstellen kann!
Extra-Arbeit
An einem Tag hatten wir richtig Glück. Robert hatte extra Arbeit für uns. Wir mussten alle Sprenkler kontrollieren. Das hieß: Sprenkler an und gucken, wo sich Löcher im Schlauch befinden...bei der Hintze natürlich eine Traumarbeit :)
Und Robert hatte noch mehr...Enthusiastisch, wie wir waren stimmten wir gerne zu. Kurze Zeit später bereuten wir unsere Entscheidung: Wir mussten aus großen Orangen-Kisten, die für O-Saft bestimmt waren alle Verschimmelten und Verfaulten herauslesen. Das war eklig! Die Hände juckten und waren teilweise voll mit Maden...bah! Ich glaube, ich habe mir danach mind. 10 Minuten die Hände gewaschen und selbst dann war der Gestank noch nicht weg...Nie wieder Orangensaft!!!
Wochenenden und Freizeit
Da man in Coligian nur einen einzigen völligst überteuerten „Generalstore“ hatte und weder Empfang noch Internet hatte, ging es am Wochenende meist nach Mildura. Hier war nicht wirklich viel los, aber fürs Einkaufen, ein bisschen weggehen und ein Bierchen war es prima und eine gute Abwechslung zum Nichts. Meist blieben wir über Nacht, da es ja doch nicht um die Ecke lag und schliefen im Van...manchmal auch zu 5 :)
Ansonsten vertrieben wir uns neben dem Baden die Zeit mit Kochen, Uno-Spielen, oder allem anderen, was man so auf einer Farm anstellen kann =)
| Mädelsabend mit chinesischer Kost |
![]() |
| Zeitvertreib in der Küch |
Als wir nach Mildura/Colignan kamen war bereits vieles überschwemmt. Der Fluss hatte zu viel Wasser und vieles war nicht mehr zu erkennen (so z.B. der Nationalpark direkt neben der Farm...komplett unter Wasser)
Aber es sollte noch mehr regnen. Es erwischte uns mitten beim Arbeiten und hörte bis in die Nacht nicht mehr auf zu regnen. Ein kleines Boot war unter Wasser, viele Felder überflutet und die Straße nach Mildura wegen Zerstörung gesperrt.
Das einzig gute an den ganzen Überflutungen war die Juttour durch den Schlamm :) So ein Auto hat das Auspuffrohr oben statt unten und kann durchs Wasser fahren. Man, war das ein Spaß. Einmal blieben wir mitten in einem kleinen Teich stecken und brauchten bestimmt 10Minuten, um uns doch wieder vom Fleck zu bewegen. Das Auto sah aus wie die Sau und alles war voller Schlamm...die Fenster darf man aus Sicherheitsgründen nicht zu machen;)
End of work
Leider ging mein Plan nicht ganz auf. Ich wollte bis Mitte März hier auf der Farm arbeiten, doch am Ende waren wir so viele Leute und zu schnell, dass wir schon weit aus früher fertig wurden. Das war natürlich blöd, denn so hatte ich nicht genügend Geld und brauchte eine neue Arbeit. Außerdem wollte keiner die Farm so wirklich verlassen, es war einfach zu schön hier.
Wir fingen an, richtig langsam zu werden und machten die eine oder andere Extra-Pause, um das Ende wenigstens noch ein bisschen herauszuzögern.
| Kunstwerk aus Mandarinen =) |
War eine so schöne Zeit, die ich bestimmt nicht vergessen werd!



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