Donnerstag, 14. April 2011

26.02.-02.03.2011 Farmarbeit Loveday oder „ich will weg hier!“

Die Gegend hieß Loveday...warum auch immer, macht so gar keinen Sinn!
Der Farmer ließ uns kostenlos auf seinem Gelände schlafen. Der Platz war voll mit Spikes und hohem Gras. Wir hatten einen Schlauch mit Wasser und eine Steckdose...das war alles. Der Farmer versprach uns einen Caravan und eine Dusche und gab uns 50 Dollar, damit wir uns fürs erste etwas kaufen konnten. Das alles war natürlich sehr nett und wir freuten uns...er schien wohl doch nicht ganz so schlimm zu sein.

Das Arbeiten war eben arbeiten, irgendwie hat man es überstanden. Nur die blöden Sprüche des Farmers waren anstrengend. Einmal sagte er, wir sollen nicht in der Hitze arbeiten, das andere Mal musste ich allein 9 Stunden ohne Pause in der Hitze durcharbeiten. Als ich mit meinem Feld fertig war und zurück kam, fragte er, ob ich denn nach einer kleinen Pause wieder kommen würde...öhm? Nein, danke!
Die Härte war allerdings, dass er während wir im Feld waren, seine Tomaten besprühte.ch hatte den ganzen Tag einen komischen Geschmack. Sowas geht einfach nicht!

Nach 3 Tagen sollten wir unseren Stundenzettel abgeben. Er wurde sauer, als er ihn sah und schrieb erstmal für alle weniger Stunden auf. Dann schickte er uns wieder zurück zu unserem Zelt, heute würde es keine Arbeit geben. Schön umsonst um 6Uhr aufgestanden. Einen Caravan und Toilette hatten wir übrigens immer noch nicht!

Gegen Mittag kam er vorbei und gab uns unser Geld, was viel zu wenig war. Er hätte momentan nicht mehr und würde uns am nächsten Tag den Rest geben.
Wir waren schon die ganze Zeit am überlegen, ob wie nicht einfach fahren sollten, aber wir hatten bereits Geld verdient und das wollten wir auch komplett haben.

Wir sollten am Mittag nun doch arbeiten und 2 Uhr wieder da sein. Das taten wir auch und halfen ihm hier und da bevor es wieder aufs Tomatenfeld ging. In der Zeit mussten wir uns wieder Befehle und blöde Sprüche anhören. Als er dann auch noch sagte, wir hätten erst halb 3 angefangen, war für alle klar, dass das Fass nun voll war. Wir warteten bis er weg war, stopften schnell ein paar Tomaten in unsere Tasche, nahmen das große Bushmesser aus dem Auto und rannten so schnell wir konnten zu unserem Campingplatz.
Auch wenn ich echt Angst hatte, konnte ich kaum rennen. Ich musste so lachen, da wir wie von der Tarantel gestochen über dieses Feld rannten.

Das Zelt flog nur so ohne wirklichen Abbau in den Van herein. Dann schloss ich noch das Wasserhäuschen ab und der Schlüssel landete weit irgendwo im Feld. Eigentlich hätten wir noch viel mehr machen müssen, aber auf die Schnelle fällt einem ja immer nix besseres ein.
Auf jeden Fall waren wir froh, dass wir nicht mehr dort arbeiten mussten...nur Schade um das restliche Geld :(

Es musste schnell gehen

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